Fürstlich wohnen im Süden

Fürstenried

Schloss Fürstenried erbaut von Joseph Effner 1715-1717 München
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Das Schloss Fürstenried trägt den Beinamen „Klein-Nymphenburg“

Der Stadtteil Fürstenried ist ein reines Wohnviertel im Süden von München. Durch seine Lage genießen die Bewohner hohe Lebensqualität in einer attraktiven Umgebung. Wissenswertes über dieses Stadtviertel von seiner Geschichte bis hin zu Besonderheiten auf einen Blick.

München – Der Stadtteil Fürstenried ist vor allem durch das Schloss von Kurfürst Max Emanuel bekannt. Hier verbrachte unter anderem Otto von Wittelsbach, der jüngere Bruder von König Ludwig II, seine letzten Lebensjahre. Da der Bruder des Märchenkönigs wegen Geisteskrankheit regierungsunfähig war, wurde das Schloss Fürstenried für ihn zum Wohnsitz umgebaut. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Stadtteil Fürstenried – Lage und Aufbau

Fürstenried gehört zum Stadtbezirk 19 von München. Dieser umfasst zudem die Stadtteile:

  • Thalkirchen
  • Obersendling
  • Forstenried
  • Solln

Fürstenried liegt im Südwesten von München. Der Stadtteil grenzt im Norden an Hadern und Sendling-Westpark, im Süden an die Bezirke Solln und Forstenried.

Der Stadtteil Fürstenried besteht aus mehreren Gebieten, dazu gehören:

  • Fürstenried-Ost
  • Fürstenried-West
  • Maxhof
  • die Siedlung Kreuzhof
  • die Siedlung Neuforstenried

Fürstenried – der Stadtbezirk 19 in Zahlen

Im Stadtteil Fürstenried und den übrigen Teilen des Stadtbezirks 19 von München leben insgesamt rund 96.700 Einwohner. Das entspricht etwa 54 Einwohnern pro Hektar.

Insgesamt besitzt dieser Bezirk eine Fläche von circa 1.776,31 Hektar.

Fürstenried – die Geschichte des Stadtteils

Fürstenried ist ein sehr alter Stadtteil, dessen Wurzeln bis ins Mittelalter zurückreichen. Dies sind die Eckdaten seiner Geschichte:

  • Fürstenried hieß zuerst Poschetsried und entstand im 10. Jahrhundert aus einer Rodung, daher auch die Endung „Ried“.
  • Seit 1593 gehörte dieses Land der Familie Hörwarth, zu der auch der Kurfürst Max Emanuel gehörte und dort von 1715 bis 1717 ein Jagd- und Lustschloss errichtete.
  • Seit 1818 gehörte Fürstenried zur Gemeinde Forstenried.
  • 1912 wurde Fürstenried in die Stadt München eingemeindet.
  • In den 1960er-Jahren nahm der Stadtteil aufgrund zahlreicher Wohnungsbauprojekte rasch an Größe zu.
  • 1992 kam es zur Gründung der Stadtbezirke und Fürstenried wurde Bestandteil des heutigen Stadtbezirks 19.

Stadtteil Fürstenried – die Besonderheiten auf einen Blick

Fürstenried ist ein reines Wohnviertel von München. Das Bild dieses Stadtteils prägen große Wohnanlagen mit dem imposanten „Sparkassen-Hochhaus“ in der Winterthurstraße. Im Süden stehen dagegen vor allem schicke Ein- und Mehrfamilienhäuser.

Eine weitere Besonderheit sind die vielen Grünstreifen und Gärten, die mit zur Lebensqualität in Fürstenried beitragen. Auch der Schlosspark mit seiner Bepflanzung ist weit über Münchens Grenzen hinaus berühmt. Das Schlossgelände ist jedoch nicht öffentlich zugänglich. Besucher können die Pflanzen aber durch das Schlosstor bewundern.

Das Schloss in Fürstenried trägt den Beinamen „Klein-Nymphenburg“. Die Anspielung bezieht sich auf die Ähnlichkeit zu Schloss Nymphenburg, der prachtvollen Sommerresidenz der Wittelsbacher im Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg.

Schloss Fürstenried wurde während der Kriege regelmäßig als Lazarett verwendet. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente es von 1947 bis 1949 als Ausweich-Wohnheim für die Studenten der Ludwig-Maximilian-Universität und des Priesterseminars Gregorianum. Einer der Theologiestudenten war Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI.

Fürstenried – die Sehenswürdigkeiten im Stadtteil

Als Wohngebiet hat Fürstenried wenige Sehenswürdigkeiten. Dennoch finden sich im Stadtteil einige interessante Bauwerke wie zum Beispiel:

  • der Schweizer Platz mit dem markanten Brunnen „Schweizer Brocken“
  • die burgähnliche Kirche Sankt Matthias in der Appenzeller Straße
  • die spätgotische Pestsäule in der Olympiastraße
  • die Kirche „Wiederkunft des Herrn“ mit ihrem eindrucksvollen Kreuz auf dem Vorplatz

Außerdem liegt Fürstenried zentral an einigen weiteren Sehenswürdigkeiten aus dem Stadtbezirk 19. In unmittelbarer Nähe befinden sich Besonderheiten wie:

  • das Naherholungsgebiet Forstenrieder Park, eines der schönsten von ganz München
  • das Erholungs- und Surf-Paradies an der Floßlände der Isar
  • das Naturfreibad Maria Einsiedel, das seit 1899 Groß und Klein Badevergnügen an der Isar bietet
  • das Freizeitbad Forstenrieder Park

Durch seine Lage am südlichen Stadtrand von München und die guten Verkehrsanbindungen gelangen Besucher und Einheimische von dort aus mühelos in die Münchner Innenstadt sowie in die Naherholungsgebiete vor der Stadt wie zum Beispiel zum Ammer- oder Starnberger See sowie in das bayerische Voralpenland.

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