Pendler parken Maxhof zu

Ein Auto mit Starnberger Kennzeichen im Maxhof

München - Weil immer mehr Pendler aus dem Umland ihr Auto im Maxhof abstellen, um in Fürstenried West die U-Bahn zu nehmen, wird ist es für die Anwohner dort zunehmend schwerer, einen Parkplatz zu finden. Ein Ehepaar will das jetzt ändern.

Erika und Benno Faßrainer sind genervt, weil ihnen Pendler die Parkplätze wegnehmen

Wenn Erika und Benno Faßrainer zum Einkaufen fahren, kehren sie manchmal unverrichteter Dinge wieder nach Hause zurück. „Es kommt schon vor, dass wir keinen Parkplatz finden“, sagt der 82-Jährige, der momentan nur sehr schwer gehen kann, zu Hallo München. Dann muss seine Frau noch einmal los – zu Fuß. „Aber mit den schweren ­Einkaufstüten ist das wirklich anstrengend“, sagt die 78-Jährige. Das Problem: „Das Parkhaus an der U-Bahn Fürstenried ist schon um halb acht in der Früh voll. Die Pendler dringen immer weiter ins Wohngebiet vor. Hier gibt es viele ältere, gehbehinderte Leute, die keinen halben Kilometer zum Einkaufen gehen können – noch dazu schwer bepackt werden“, schimpft Benno Faßrainer.

Vor allem die Mühltaler- und Maxhofstraße seien stark betroffen. Dort befänden sich auch alle wichtigen Geschäfte. Dem Ehepaar reicht es jetzt. In einem Schreiben bittet es den Bezirksausschuss 19 um Hilfe.

Reinhold Wirthl, Vorsitzender des Unterausschusses Verkehr, erklärt: „Die Stadt hat versäumt, an den Einfallstraßen ausreichend Parkhäuser zu schaffen.“ Müssen das Anwohner wie Pendler jetzt ausbaden? Wirthl: „Nein. Es gibt die Möglichkeit, dass Geschäfte eine Kurzzeitparkzone beantragen.“ Ob das im Maxhof eine Option wäre, will der Verkehrsexperte jetzt mit Polizei und KVR vor Ort prüfen.

Auch das Planungsreferat ist bereits mit dem Problem befasst. Zwar ist die Einführung von Parklizenz­gebieten laut Sprecher Marc Binder nicht möglich. „Aber wir schauen im Rahmen des Fortschreitens des Parkraum-Managements auch auf die außenliegenden U-Bahnhöfe“, so Binder.

Die Faßrainers hoffen, dass die Stadt bald zu Ergebnissen kommt. Damit sie endlich einmal in Ruhe einkaufen können.

Daniela Schmitt

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