Fukushima im Fokus

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Münchens Cartier-Direktor und Maler René de Castro vor einem seiner Werke – im Bild mit Monika Sachs

München - Die Kunstinteressierten eilten am Freitagabend in die Galerie „Purple Canvas“ in der Arcis­straße, wo die international bekannte Fotografin und Grafikerin Uschi Schmitt-Ladanyi unter dem Motto ­"Respect" eine Wohltätigkeits-Vernissage organisiert hatte.

Bis zum 24. Februar 2012 zeigen dort fünf renommierte Künstlerinnen und Künstler ihre Werke. „Von dem Verkaufserlös der Bilder gehen zehn Prozent an das Japanische Rote Kreuz – als Hilfe für Fukushima“, sagte die Galeristin Uschi Schmitt-Landayi, die mit ihren Arbeiten weltweit führende Hotels ausstattet.

„Wir wollen diese Katastrophe nicht vergessen, sondern helfen“, erklärt denn auch René de Castro, der seit 38 Jahren bei der Nobel-Juwelenschmiede Cartier tätig und bis zum heutigen Tag in der Münchner Dependance Direktor ist. „Eigentlich wollte ich Schmuckdesigner werden, aber da ich aus einer künstlerischen Familie aus Curaçao von den Niederländischen Antillen komme, hat mich auch die Malerei immer fasziniert“, begründet de Castro seine beiden Leidenschaften für Schmuck und Kunst.

Seit Jahren arbeitete er in seinem Atelier in der Stadtmitte mit verschiedenen Materialien und wechselte dann in die abstrakte Malerei, der er bis heute treu geblieben ist. „Ich arbeite auch mit Abfallprodukten, die ich zu Kunstobjekten verarbeite. Zum Beispiel Röntgenfotos von Gesunden oder Kranken, die ich zerschneide und bemale.“

Die Benefiz-Ausstellung – auch für Tatort-Kommissarin Ulrike ­Folkerts ist dies eine überzeugende Idee. Sie kam extra aus Berlin angereist, um ihre Lebensgefährtin Katharina Schnitzler zu begleiten, die auch einige ihrer Gemälde zur Verfügung gestellt hat. „Ich habe großen Respekt vor der Malerei, denn es ist ein langer Weg von der Idee bis zum Verkauf“, meinte Ulrike Folkerts. „Es ist schön, wieder einmal in München zu sein, ein bisschen zu bummeln und eine Vorstellung im Residenztheater zu besuchen. Da bekomme ich bestimmt Lust, auch mal wieder Theater zu spielen“, plauderte die Schauspielerin.

Mit dabei u.a. auch Regisseur Bernd Fischerauer, Make-up-Guru ­Michael Janz, Starfotografin Herlinde Koelbl sowie Modedesigner ­Johnny ­Talbot.

Linda von Beck

Neue Bilder aus dem Reaktor in Fukushima

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