Sein Fall erinnert an Dominik Brunner

Furtwängler kämpft für jungen Russen

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Maria Furtwängler (l.) setzt sich für Daniil Safin und seine Mutter Larissa ein.

München - Er rettete drei junge Frauen vor der Vergewaltigung - und bezahlte dafür fast mit dem Leben! Äußerst brutal wurde Daniil Safin (25) vor knapp einem Jahr in Russland ins Wachkoma getreten.

Seit knapp einem Jahr liegt Daniil Safin im Wachkoma. Doch die Chancen stehen gut, dass er mal im Rollstuhl sitzen kann.

„Sie haben ihn mit Stiefeln getreten. Und einer der Täter ist sogar mit voller Wucht auf seinen Kopf gesprungen“, erzählt Daniils Mutter Larissa und kämpft mit den Tränen. Mittlerweile liegt der einstige Student und Hobbyboxer in einer Reha-Klinik in Bad Godesberg (NRW). „Der Fall erinnert an den tragischen Tod von Dominik Brunner“, sagt Schauspielerin Maria Furtwängler, Kuratoriumsmitglied der Dominik-Brunner-Stiftung. Die Stiftung will Daniil und seiner Familie nun helfen und bittet um Spenden. Denn die Behandlung ist teuer. Rund 24 000 Euro kostet der Klinik-Aufenthalt pro Monat.„Und man weiß nicht, wie lange er noch dauert. Von den Folgekosten ganz zu schweigen“, so Furtwängler. Rund sieben Monate ist Daniil bereits in Deutschland in Behandlung. „Und es geht langsam aufwärts“, erzählt Larissa Safin, die seit der Prügel-Attacke verzweifelt um das Leben ihres Sohnes kämpft und ihm nicht mehr von der Seite weicht. Es gebe gute Chancen, dass Daniil irgendwann im Rollstuhl sitzen könne. 20 Tage lang haben Daniils Eltern um sein Leben gebangt. Doch Daniil schaffte es! Allerdings weigerten sich die russsischen Ärzte, ihn weiter zu behandeln. „Solche Patienten betreut man in Russland einfach nicht“, sagt Larissa Safin. Deshalb hat die Familie Kliniken im Ausland recherchiert.  Letztendlich fiel die Entscheidung dann auf  Bad Godesberg.

Für das Überleben von Daniil haben seine Eltern bereits alles verkauft, was sie hatten: ihre kleine Autowerkstatt, die Wohnung. Doch die Behandlungskosten haben das Geld fast schon aufgefressen. „Es reicht gerade noch bis Ende des Jahres“, sagt Larissa Safin. Darauf hoffen, dass die mittlerweile verurteilten Täter Schmerzensgeld zahlen, kann die Familie nicht. „Die haben ihr ganzes Geld vor der Verhandlung beiseite geschafft.“

Wer Daniil und seine Familie  unterstützen möchte: Stadtsparkasse München, Bankleitzahl 70150000, Konto 888800, Kennwort „Daniil Safin“

tz  

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