Fuß-Radl-Zone ausgebremst

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Die kurze Fuß-Radl-Zone am Rathaus.

München - Das Thema Fuß-Radl-Zone wurde vertagt. Der Stadtrat zerpflückt das Konzept der Verwaltung.

Fußgänger und Radler sollen sicherer vom Odeonsplatz zum Marienplatz und zurück kommen. Fünf Jahre brütete das Planungsreferat der Stadt über einer Lösung. Folgende wollte es zur Diskussion stellen: Die ganze Strecke wird zur gemischten Fuß-Radl-Zone deklariert, Autos und Taxen werden ausgesperrt und Schnellstramplern wird ein Radl-Highway geboten (tz berichtete). Darüber sollte am Mittwoch der Stadtrat entscheiden – doch die Parteien zerpflückten das Konzept. CSU-Stadträtin Mechthilde Wittmann befand schließlich: „So kann man hier gar nichts abstimmen.“ Einstimmig vertagt! Stadtbaurätin Elisabeth Merk sah sich gezwungen, ihr Haus zu verteidigen: „Wir sind nicht konzeptlos …“

„Völliger Schwachsinn“, befand CSU-Planungssprecher Walter Zöller und verlangte ein Gesamtkonzept, weil am 4. Juli die neue Fußgängerzone im Tal beraten wird. Die SPD schloss sich an und sah mindestens bei Details Nachholbedarf. Die Grünen legten eine Alternative für den Radl-Highway vor. Die FDP dachte über ein zeitliches Radl-Verbot nach. Ganz draußen wollte Bezirksausschuss-Chef Wolfgang Püschel die Radl haben: „Wenn ich durch darf, fahre ich durch.“ So würde der Highway nicht genutzt.

David Costanzo

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