Nach Ostern müssen alle raus – großes Geschäft soll nach Umbau einziehen

Fußgängerzone: Arcade schließt

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Die Arcade in der Fußgängerzone macht dicht.

Die Arcade in der Fußgängerzone macht dicht. Wie die tz erfuhr, ziehen am Osterwochenende alle Geschäfte aus dem Einkaufstunnel auf Höhe der Kirche St. Michael aus.

Die Passage habe einfach „zu wenig Publikum angezogen“, erklärt Thomas Buchberger die Schließung. Er ist der Immobilien-Manager der Familie Inselkammer, der das Haus gehört. Der neue Plan: Nach einem Umbau soll wahrscheinlich ein einziges großflächiges Geschäft in die Arcade einziehen.

Über zehn kleinere Läden sowie zwei Gastrobetriebe beherbergt die Passage derzeit noch. Von Schmuckgeschäften über den Schuhladen bis hin zum Steifftier-Geschäft. Tatsache ist: Immer wieder wechselten in den vergangenen Jahren viele Läden den Inhaber, da zu wenig Kunden den Weg in die 15 Jahre alte Passage fanden. „Daher haben wir uns im vergangenen Jahr dazu entschlossen, die Verträge im März 2007 nicht mehr zu verlängern und etwas ganz Neues aufzuziehen“, erklärt Buchberger. Die Folge: Alle müssen raus.

Es gibt aber Ladenbesitzer, die gerne in dem Einkaufstunnel geblieben wären – so wie Elke Schleyer beispielsweise vom Schmuckgeschäft Giuli: „Das ist meine Existenz. Ich habe viel Geld in diesen Laden gesteckt“, so die Geschäftsfrau. Als sie vor einem Jahr erfuhr, dass der Vertrag nicht verlängert wird, hoffte sie inständig, dass der Hausbesitzer seinen Plan noch ändern würde. „Nun aber muss ich zu Ostern raus – und habe noch immer keine Ausweichmöglichkeit.“Thomas Buchberger betont, dass über die Hälfte der Ladeninhaber von selbst gekündigt habe – schon wegen der wenigen Kundschaft. „Und die meisten anderen haben einen Ersatz-Platz nicht all zu weit weg gefunden.“ Natürlich sei die Situation schwierig, aber „wir konnten so nicht weitermachen.“ Übrigens: Welche Art von Groß-Geschäft in die Arcade einziehen wird, ist noch nicht klar. Armin Geier

Quelle: tz

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