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Fußgängerzone in München: Baureferat stellt 280 weitere Stühle auf - Sonnensegel, mehr Bäume werden geprüft

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Von: Sascha Karowski

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Münchens Fußgängerzone soll mehr Stühle bekommen, das fordern Grüne und SPD.
Mehr Platz zum Sitzen gibt es in Münchens Fußgängerzone. © Kurzendörfer

Das Baureferat hat 280 weitere Sitzgelegenheiten in der Fußgängerzone geschaffen. Der Stadtrat dringt aber auf weitere Möglichkeiten, für Erholung und Abkühlung zu sorgen.

München - München nimmt Platz – das Baureferat hat in Juli und August rund 280 weitere Stühle in der Fußgängerzone aufgestellt. Das hat die Verwaltung im Stadtrat bekannt gegeben. Das Gremium votierte in dem Zusammenhang einstimmig dafür, weitere Möglichkeiten zur Erholung und zur Abkühlung zu prüfen: Sommersegel, Sprühnebel, das Freilegen von Stadtbächen, Trinkwasserbrunnen und mehr Bäume.

Tobias Ruff (ÖDP) zum Hitze-Plan für München: „Unsere Stadt ist ganz anders betroffen als das flache Land“

Das alles sei dringend geboten, sagte ÖDP-Chef Tobias Ruff. Allein in der zweiwöchigen Hitzewelle voriges Jahr habe es Deutschlandweit 5000 zusätzliche Tote gegeben. „Ich nur mal klarstellen, welchen Einfluss die Temperatur hat. Unsere Stadt ist da auch ganz anders betroffen als das flache Land.“

Die Hitze in München sei ein Thema, sagte Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher – aber auch aus sozialen Aspekten. „Viele Menschen bleiben im Sommer tatsächlich lieber in den eigenen vier Wänden, weil es dort kühler ist als draußen.“ Über Wasserspiele auch in den Sommerstraßen könne man nachdenken, aber letztlich würden mehr Bäume auch mehr Kühlung bringen. „Das ist der richtige Weg, wir müssen mehr Bäume pflanzen.“ Zudem sei zu überlegen, ob sich die Stadt Mobiliar zulegt, das über Sonnenschirme verfügt und etwa in den Sommerstraßen aufgestellt werden könne.

Mehr Stühle in der Fußgängerzone: „Sie haben offenbar alles aufgestellt, was noch da war“

In Sachen Mobiliar scheint das Baureferat nun tatsächlich die Keller ausgeräumt zu haben. „Sie haben offenbar alles aufgestellt, was noch da war“, sagte SPD-Chefin Anne Hübner. Über weitere Anschaffungen könne man aber sicher reden. Wasserspiele, Sprühnebel, Sonnensegel – in der Sendlinger Straße könne sie sich das gut vorstellen. „Das Referat soll sich alles anschauen und identifizieren, wo es Orte gibt.“

Die Verwaltung müsse aber auch endlich mal etwas tun, warf CSU-Chef Manuel Pretzl ein. Schließlich seien die Ideen hinlänglich bekannt. „Was ich hier höre ist alter Wein in neuen Schläuchen, das ist in den vergangenen Jahren alles schon von nahezu jeder Fraktion beantragt worden.“

Tatsächlich prüft das Baureferat gerade rund 2000 Standorte für neue Baumpflanzungen in der Stadt, wie Stadtdirektor Florian Schnabel ausführte. Für weitere Einrichtungen laufen Studien. „Es läuft alles, aber es geht halt vieles nicht von heute auf morgen.“

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