Auch die Sendlinger Straße im Ranking

Unsere Fußgängerzone ist das teuerste Pflaster

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Vor allem die Touristenströme machen Münchens City als Einkaufsmeile begehrt und teuer

München - Begehrt und teuer wie nie: Die Münchner Fußgängerzone liegt nach einer Zählung der Immobilienagentur Engel & Völkers wieder auf Platz eins der Einkaufsmeilen im deutschsprachigen Raum.

Bei einer Samstags-Zählung im April verteidigte die Kaufingerstraße mit über 15 496 Passanten pro Stunde den ersten Rang – dicht gefolgt von der Neuhauser Straße mit über 13 384 Fußgängern. Die Kärntnerstraße in Wien (8354), die Königinstraße in Stuttgart (8215) und die Mönckebergstraße in Hamburg (8204) können Münchens City nicht das Wasser reichen!

Und die bevorstehende Neueröffnung des Joseph-Pschorr-Hauses wird Engel & Völkers zufolge noch mehr Schwung in die City bringen. Die Mietpreise liegen dort zwischen 260 und 340 Euro pro Quadratmeter. Die teuereste Innenstadt-Miete kostet sogar 365 Euro, laut Engel & Völkers ist das bundesweit Spitze. Und das können sich nur noch große Ketten leisten. „Das Mietpreiswachstum bedingt durch das knappe Flächenangebot wird zunehmend auch durch internationale Retailer forciert, die auf den deutschen Markt drängen,“ heißt es.

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Als großen Aufsteiger hat der Immobilienmulti die Sendlinger Straße ausgemacht, in der im April die Hofstatt eröffnete und wo die Fußgängerzone Richtung Süden erweitert wurde. Hier wurden 6027 Passanten gezählt, damit kletterte die Straße von Rang 28 im Jahr 2012 auf Rang 14 in diesem Jahr! Die Mietpreise liegen dort noch bei 120 bis 180 Euro, doch Engel & Völkers prognostiziert auch für das bislang noch von kleinen eigentümergeführten Läden geprägte Pflaster: „Die bisher sehr heterogene Sendlinger Straße wird 2013 einen neuen Preis- und Qualitätsstandard mit steigendem Filialbesatz erhalten.“

Johannes Welte

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