Future Islands im Feierwerk

Zwischen Morrissey und Henry Rollins

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Future-Islands-Frontmann Samuel T. Herring.

München - Synthie-Pop – gibt’s das noch? Ja, und wie. Wenn Future-Islands-Frontmann Samuel T. Herring die Bühne betritt, dann entladen sich wahre Naturgewalten. Die Konzert-Kritik.

 Die Münchner Fans der Band aus Baltimore durftem diesem Spektakel jetzt im proppevollen Feierwerk beiwohnen. Herring durchleidet die Lieder seiner Band regelrecht. Songs, die von den dunklen Seiten des Lebens handeln, aber auch von den Menschen, die einem helfen, diese Zeiten zu überwinden. Die Bühnenpräsenz Herrings liegt dabei irgendwo zwischen Morrissey und Henry Rollins.

Bereits nach zwei Liedern steht der Sänger völlig unter Wasser und wenn er sich mit voller Wucht auf die Brust schlägt, dann spritzt der Schweiß bis in die ersten Reihen. Herring hält keine Sekunde still, er streift über die Bühne wie eine Raubkatze hinter Gittern, er tanzt wie ein Soul-Derwisch und singt mit einer Stimme, die alle Abgründe des Lebens in sich trägt. Im krassen Gegensatz dazu seine Mitmusiker, die mit ihren Instrumenten den energiegeladenen Hintergrund für Herrings Auftritt liefern, sonst aber still im Hintergrund bleiben. Nach 90 Minuten lassen Future Islands ihr Publikum aufgewühlt und glücklich zurück.

Marc Kniepkamp

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