Ein Bart hat es ihm besonders angetan

G7: Trachtler empfangen Obama - US-Präsident begeistert

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Max Rohrmair (61) aus Merching ist stolz auf seinen Bart. Auch US-Präsident Obama war Feuer und Flamme.

München - Grüß Gott, Mr. President! Gebirgsschützen und Trachtler haben Barack Obama am Münchner Flughafen empfangen. Von einem Trachtler war Obama besonders fasziniert.

Griaß Di, Barack! Trachtenvereine und Gebirgsschützen haben den US-Präsidenten Sonntagfrüh am Münchner Flughafen willkommen geheißen. Typisch bayerisch! Deshalb spielte natürlich auch eine Blasmusik-Kapelle ordentlich auf … Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) begrüßte den Gast aus den Staaten. Und der ließ es sich nicht nehmen, jedem Trachtler persönlich die Hand zu schütteln. Die Charmeoffensive beeindruckte auch PR-Profi Seehofer. „Umsonst steht man nicht an der Spitze eines Landes.“ Noch schnell ein Eintrag ins Gästebuch der Staatskanzlei. Und dann ging’s für Obama schon weiter: Per Heli flog er in Richtung Elmau.

Er war der Blumen-Bub

Martin Bachmaier (7) und seine Schwester Lisa (9) übergaben dem Präsidenten den ersten Blumenstrauß.

Martin Bachmaier (7) aus Pesenlern (Kreis Erding) hat Barack Obama zusammen mit seiner Schwester Lisa (9) Blumen übergeben. „War guad, ein bisserl aufgeregt war ich aber scho“, sagt er. Da war er froh, dass ihm die große Schwester zur Seite gestanden hat. Obama sei nett gewesen. „Er wollte unsere Namen wissen.“
Kein Wunder, dass seine Enkelkinder nervös waren, sagt Opa Sepp Korber (57). „Alle haben ihnen schließlich gesagt, dass das ein großer Mann ist.“

Bayern repräsentieren

Ganz begeistert von den vielen Eindrücken am Flughafen war Max Bertl (69) aus Wildsteig (Kreis Weilheim-Schongau). Dem Landesvorsitzenden des Bayerischen Trachtenverbandes war eines wichtig: „Wir wollen Bayern gut repräsentieren.“ So viele Staatschefs zu begrüßen, sei beeindruckend. „Besonders gefallen hat mir, dass Barack Obama jedem von uns die Hand geschüttelt hat.“ Die Charmeattacke des US-Präsidenten - bei den Trachtlern hat sie voll eingeschlagen.

Messer verboten

Hildegard Hoffmann (goldene Schürze), Max Bertl (rechts davon) und Anton Hötzelsperger (beim Händedrücken mit Obama) beim Empfang des Präsidenten.

Schon um viertel vor zwei in der Früh aufgestanden ist Hildegard Hoffmann (56) vom Trachtenverein D’Loisachthaler aus München. Eine „Wahnsinns-Ausstrahlung“ habe der US-Präsident. Und der britische Premier David Cameron? Der konnte da nicht mithalten. Schon in Ordnung sei es, dass die Trachtler ihre Messer nicht mitnehmen durften. „Von uns geht sicher keine Gefahr aus - aber die Sicherheitsvorkehrungen sind halt hoch.“

Ein fester Händedruck

Der Händedruck von Mr. President? Laut Anton Hötzelsperger (59) aus Prien am Chiemsee (Landkreis Rosenheim) fest und „gar ned moi so kurz“. Als locker habe er den Präsidenten empfunden. „Ich habe zu ihm gesagt ‚Welcome in Bavaria, Mr.President‘. Und er hat gesagt: ‚Very nice!‘“ Begrüßung geglückt! Bei den anderen Staatsoberhäuptern sei die Stimmung teils nicht so herzlich gewesen. „Aber beim Obama war’s richtig schee.“

Dieser Bart ist der Hit

Vom US-Präsidenten den Bart gestreichelt bekommen haben - das können nicht viele von sich behaupten. Max Rohrmair (61) aus Merching (Kreis Aichach-Friedberg) schon! „Der Seehofer hat Obama auf mich aufmerksam gemacht, weil ich ein Urbayer bin.“ Da habe sich der Präsident den Bart ganz genau angeschaut. „Er hat wohl geprüft, ob der Bart echt ist.“ Nett sei Barack Obama gewesen. Nur viel reden konnte Rohrmair mit ihm nicht. „Ich spreche kein Englisch - nur Bairisch.“

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