Drama nach fünf Stunden beendet

Syrer droht schon wieder mit Sprung vom Kran

München - Der Nervenkrieg am Gärtnerplatz war nach fünf Stunden beendet: Der syrische Asylbewerber Abdulatit A. (31) hatte am Samstag schon wieder damit gedroht, von einem Kran zu springen.

Bereits im August hatte sich der syrische Asylbewerber Abdulatit A. (31) auf einem Kran an der Boschetsrieder Straße einen Nervenkrieg mit der Polizei. Jetzt kam es wieder zu einem Kran-Drama!

Nach Informationen des "Münchner Merkur" ist Abdulatit A. am Samstagmorgen gegen 9 Uhr auf einen Kran am Gärtnerplatz/Ecke Klenzestraße geklettert. Abermals hat er mit seiner Aktion einen Großeinsatz von Rettungskräften ausgelöst. Die Polizei versuchte zunächst vergeblich, mit dem Mann ins Gespräch zu kommen.

Um 14 Uhr war der Spuk nach fünf Stunden wieder beendet. "Von den Kräften, denen eine Kontaktaufnahme geglückt ist, wurde er überredet, herunterzusteigen", sagt Polizeisprecher Christoph Reichenbach. Denn: "Ihm wurde ein Gespräch mit der Ausländerbehörde zugesagt, nach dem er verlangt hatte." Abulatit A. habe aus eigener Kraft vom Kran herunterklettern können und die Aktion unversehrt überstanden. "Ihm fehlt wohl nichts - außer dass er klatschnass ist", meint Reichenbach.

Momentan sei es nicht sicher, ob Abdulatit A. - wie nach seiner Kranbesteigung im August - wieder in die Psychiatrie müsse. "Das hängt ab vom Gespräch mit den Rettungskräften, die ihn untersuchen, sowie von der Ausländerbehörde, die nun für ihn zuständig ist."

Die Münchner Polizei war mit gut 50 Einsatzkräften vor Ort, auch Feuerwehr und Rettungsdienste waren im Großeinsatz.

Während des Einsatzes kam es bis etwa 15.30 Uhr rund um den Gärtnerplatz und die Zufahrtstraßen zu Verkehrsbehinderungen.

Drama am Gärtnerplatz: Asylbewerber will wieder von Kran springen

Nervenkrieg am Gärtnerplatz: Syrer verlässt Kran nach fünf Stunden freiwillig

Im August hatte Abdulatit A. beim Kran-Nervenkrieg an der an der Boschetsrieder Straße damit gedroht, sich in die Tiefe zu stürzen, falls seine Familie nicht nach Deutschland kommen dürfe. Nachdem er die Rettungskräfte damals fast 17 Stunden in Atem gehalten hatte, wurde er von einem Spezialkommando der Polizei im Schutze der Dunkelheit überwältigt. Anschließend wurde er in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht.

mm/lby

Rubriklistenbild: © Gaulke

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