Müll und Dreck überall

„Exkremente und Erbrochenes“ - Anwohner stinksauer wegen Dauergaudi auf dem Münchner Gärtnerplatz

Zum Gärtnerplatz zog es die Feierwütigen in München schon immer - zur Corona-Zeit jetzt aber umso mehr. Die Anwohner sind wegen des Drecks und dem Gestank verärgert: „Das tut im Herzen weh.“

  • Trotz Kontaktbeschränkungen* werden am Münchner Gärtnerplatz wilde Parties gefeiert.
  • Leider wird sich dazu oft daneben benommen - überall liegt Müll und es stinkt bestialisch.
  • Anwohner sind mit ihren Nerven am Ende. Ein Intendant schildert die prekäre Lage.
  • Viele weitere Geschichten aus München gibt es in unserer App.

München - Überall Müll, Dreck, zudem stinkt es in allen Ecken bestialisch. Und nur wenige Meter entfernt feiern Hunderte Münchner: Sie trinken, tanzen, busseln. Montagabend am Gärtnerplatz: Die Stimmung ist ausgelassen – als gäbe es kein Corona*. Doch den Anwohnern stinkt’s hier gewaltig!

„Ich verstehe es, wenn man sich gerade jetzt draußen trifft und miteinander feiert – wohin sollte man auch sonst gehen?“, sagt Josef Köpplinger, Intendant des Staatstheaters. Aber: „Ich verstehe nicht, dass es den Leuten bei einer derartigen Verschmutzung nicht vor sich selbst graut.“

Party am Münchner Gärtnerplatz: Bei der Dixie-Klo-Suche geht nichts voran

Täglich muss Köpplinger mittlerweile einen Hochdruckreiniger bestellen, „um Exkremente und Erbrochenes zu beseitigen“. Wenn sich die Lage im Gärtnerplatz-Viertel nicht bessere, muss der Intendant wohl die Treppen vor seinem Theater sperren lassen – sagt aber auch: „Das tut mir im Herzen weh.“

Überquellende Mülleimer, dahinter busselnde und tanzende Münchner: Zum Gärtnerplatz zog es die Feierwütigen schon immer - zur Corona-Zeit jetzt aber umso mehr.

Seit Jahren werde versucht einen Standort für Dixi-Klos zu finden, „aber kein Geschäft und kein Anwohner möchte eine Toilette vor seiner Eingangstür haben“, sagt Beate Bidjanbeg, die für die SPD Mitglied im Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt ist.

Die Polizei bleibt beschäftigt: Samstag, als in der Spitze 1000 Münchner feierten, wurden 91 Platzverweise erteilt. Gegen 0.30 Uhr räumten Beamte den Platz – Ruhestörung! Größere Einsätze gab es Sonntag und Montag dann nicht mehr.

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München ist für viele Menschen außerhalb der Landeshauptstadt-Grenzen bekannt für Schickeria und Maximilianstraße. Ein Fund mitten in der Stadt erfüllt jetzt jedes Klischee.

München bekommt ein neues Pop-up-Autokino. Dort sollen trotz Corona auch Partys und Konzerte möglich sein. 

Diese „Open-Air-Party“ eskalierte komplett: Mehrere hundert Menschen feierten in der Nacht auf Dienstag (23. Juni) - mit Lautsprechern und ohne Rücksicht auf geltende Regeln.

thi, kab

Rubriklistenbild: © Jantz

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