Ganoven-Stück um Millionen-Erbin

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Bestreitet die Tat: Prof. Walter B. ist Fachanwalt für Baurecht.

München - Der Professor Walter B. (69) und der Geschäftsmann Hans-Georg M. (64) sitzen auf der Anklagebank. Ihnen wird Betrug und Untreue in besonders schwerem Fall vorgeworfen. Sie sollen eine Witwe ausgenutzt haben.

Die beiden Herren auf der Anklagebank machen einen honorigen Eindruck: Professor Walter B. (69) ist Rechtsanwalt am Tegernsee, Hans-Georg M. (64) ist Geschäftsmann am Ammersee. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Betrug und Untreue jeweils im besonders schweren Fall vor. Sie haben laut Anklage die Notsituation einer Witwe ausgenutzt und sie um eine Million Euro gebracht!

Einschlägig vorbestraft: Kaufmann Hans-Georg R.

Das 63-jährige Opfer hatte mehrere Immobilien im Wert von mindestens 1,7 Millionen Euro geerbt. Ein über 2000 Quadratmeter großes Grundstück mit Wohnhaus in Rottach-Egern hatte es allerdings in sich: Dieses war mit 435 000 Euro belastet. Es drohte eine Zwangsversteigerung. In dem Haus wollte sie jedoch ihren Lebensabend verbringen. Hans-Georg M. empfahl ihr den Rechtsanwalt Walter B. und versprach die Rettung: Ihr Besitz sollte in einer der Firmen des vorbestraften Geschäftsmannes einverleibt werden.

Dazu der Staatsanwalt: „Die ganze von ihm ersonnene Konstruktion diente lediglich dazu, sich über die von ihm vertretene …Consult AG einen Großteil des Immobilienbesitzes der Geschädigten einzuverleiben.“ Zwar kam der Witwe der Vertrag nicht geheuer vor, sie ließ sich aber dann doch „im Vertrauen auf die Seriosität des Angeklagten“ überreden. Bei weiteren Grundstücken scheuten sich die Angeklagten laut Staatsanwaltschaft auch nicht, den skeptischen Notar über den Empfänger des Verkaufserlöses massiv zu täuschen.

Das Opfer ist inzwischen ruiniert und musste das Haus am Tegernsee verlassen. Die beiden Angeklagten bestreiten die Tatvorwürfe vehement. Ob das Gericht ihnen glaubt? Hans-Georg M. war wegen Wirtschaftsdelikten schon im Knast gesessen. Der Prozess ist bis zum 28. November terminiert.

Eberhard Unfried

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