Garagentor reißt Kind (10) mit - fast erstickt

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Die Einfahrt zur Anwohner-Garage: Hier wurde das Mädchen gestern vom Rolltor erfasst, hochgezogen und von der eigenen Kleidung stranguliert. Kleines Foto: Die Kleidung des Kindes liegt noch unter dem Warnschild

München - Ein harmlose Kinderspiel vor dem Garagentor in der Ganghofer Straße im Westend hat am Dienstag mit einem lebensgefährlichen Drama geendet. Es war ein Wettlauf gegen den Tod.

Das Schild an der Einfahrt zur Anwohner-Tiefgarage weist daraufhin, dass Kindern hier Gefahr droht. Doch das haben die drei kleinen Freunde nicht beachtet – und so endete das scheinbar harmlose Kinderspiel vor dem Garagentor in der Ganghofer Straße (Westend) am Dienstag mit einem lebensgefährlichen Drama!

Aufgeschreckt von den Hilfeschreien der Kinder fanden Anwohner um 13.24 Uhr ein zehnjähriges Mädchen, das von dem großen Rolltor in die Höhe gezogen und dabei von der eigenen Kleidung stranguliert wurde. Die Kinder hatten das Rolltor, das von innen mit einem Seil betätigt wird, selbst in Gang gesetzt. Damit nahm das Unglück seinen Lauf. Die Oberbekleidung des Mädchens wurde im Tor eingezwickt, schlang sich enger und enger um Arm und Kopf des kleinen Kindes, das am Ende keine Luft mehr bekam. So begann der Wettlauf gegen den Tod.

Geistesgegenwärtig hoben die Kinder ihre in höchster Not strampelnde Spielgefährtin mit aller Kraft an, bis Erwachsene zu Hilfe eilten. Als der Notarzt eintraf, atmete die Kleine schon nicht mehr. Gott sei dank gelang die Wiederbelebung. Mit Blaulicht wurde die Schülerin in ein Kinderkrankenhaus gefahren. Ihre Mutter begleitete sie.

Das schwere, halb heraufgelassene Rolltor wurde nach dem Unfall mit Brettern abgestützt. Die Einfahrt liegt in einem geschützten Hinterhof, in dem sich die Kinder der Gefahr vermutlich überhaupt nicht bewusst waren.

Abends kamen hoffnungsvolle Nachrichten aus dem Krankenhaus. Das Mädchen ist außer Lebensgefahr. Über mögliche Folgeschäden können die Ärzte aber noch keine Aussage treffen.

Dorita Plange

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