Spuren am Steuer gefunden

Anklage eingereicht: Nach tödlichem Gardasee-Unfall - Münchner muss sich vor Gericht verantworten

Drei Personen beugen sich über ein zerstörtes Boot im Wasser
+
Gegen zwei Männer aus München, denen vorgeworfen wird, mit einem Motorboot zwei Menschen tödlich auf dem Gardasee verletzt zu haben, wurde jetzt Anklage erhoben.

Sie rasten zwei Menschen in den Tod. Jetzt müssen sich die beiden Männer vor Gericht verantworten, die nachts betrunken über den Gardasee gefahren waren.

München - Rund drei Monate nach dem grausamen Tod* von Greta (†25) und Umberto (†37) steht nach tz-Informationen nun die Anklage fest: Staatsanwältin Maria Cristina Bonomo will die beiden Männer für bis zu 15 Jahre hinter Gitter bringen. Beim Tribunale Ordinario di Brescia reichte sie die entsprechenden Dokumente ein.

Tödlicher Unfall am Gardasee: Prozess gegen Münchner beginnt im November

Nach dem tödlichen Bootsunfall auf dem Gardasee soll der Prozess gegen den Hauptverdächtigen Münchner am 10. November beginnen. Er und ein Freund sollen in der Nacht von 19. auf 20. Juni mit einem Motorboot das Boot eines italienischen Paares gerammt haben. Greta (†25) und Umberto (†37) starben im Zuge des Zusammenstoßes.

Kaum zu glauben: Nach dem nächtlichen Zusammenstoß waren die beiden Männer mit ihrem Motorboot einfach weitergefahren. Angeblich hatten sie das Ruderboot nicht bemerkt und hielten es für Treibholz, das nachts im See schwamm. Ein Gerichtsmediziner hatte später festgestellt, dass beide Opfer bereits bei dem Aufprall tödlich verunglückten und nicht hätten gerettet werden können.

Derweil hatte die italienische Polizei neue Erkenntnisse zum tödlichen Boots-Unfall gesammelt: Mutmaßlich befanden sich Spuren des verdächtigen Münchners am Steuer des Unglücks-Motorboots. Ob er tatsächlich der Fahrer war, muss allerdings erst noch bewiesen werden. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare