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Gas-Umlage: Was Münchner zahlen müssen – So viel kommt jetzt noch obendrauf

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Von: Sascha Karowski

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Die Gas-Umlage kommt ab Oktober. Alle wichtigen Informationen zu den Änderungen im Überblick. Münchner dürfen auf Hilfe hoffen.

München – München zittert – nachdem die Stadtwerke (SWM) die Gaspreise in diesem Jahr bereits zweimal angehoben hatten, kommt nun die Gas-Umlage obendrauf: 2,4 Cent pro Kilowattstunde! Das hat die Bundesregierung entschieden.

Was kommt auf die Münchner nun zu?

Etwa die Hälfte aller Wohnungen in Deutschland wird mit Gas beheizt. Die SWM hatten zum 1. Januar und zum 1. August die Preise bereits angehoben. Zahlte ein Single-Haushalt (10 000 Kilowattstunden im Jahr) bis dahin 767,20 Euro, so wird er durch die Zweifach-Erhöhung zum 1. August bereits mit 1020,02 Euro zur Kasse gebeten. Hinzu kommt jetzt die Gas-Umlage mit 241,90 Euro, macht unter dem Strich 1261,92 Euro im Jahr! Bei einem Vier-Personen-Haushalt (30 000 Kilowattstunden) waren es vor der Zweifach-Erhöhung 2041,02 Euro, seit August sind es 2800,02 Euro, mit der Gas-Umlage (725,70 Euro) dann 3525,72 Euro.

Wann kommt die Umlage?

Die neuen Kosten werden ab 1. Oktober erhoben, könnten aber erst später auf der Rechnung auftauchen. „Sollte die Weitergabe nicht anderweitig geregelt werden, informieren wir die Kunden schriftlich“, sagt SWM-Sprecher Michael Silva. Die Umlage endet am 1. April 2024.

Gut die Hälfte aller Haushalte in Deutschland verbraucht Gas.
Gut die Hälfte aller Haushalte in Deutschland verbraucht Gas. © Stephanie Pilick/dpa

Wo gibt es Hilfe ­­für Münchner?

Die Stadtwerke unterstützen Kunden mit einem Härtefallfonds über 20 Millionen Euro. „Wir halten es für geboten, dass alle ihren Beitrag leisten, um diese Situation zu bewältigen“, sagt SWM-Chef Florian Bieberbach. In Zusammenarbeit mit dem Sozialreferat wird geprüft, wie und wo Hilfesuchende an das Geld kommen können. Zudem bauen die Stadtwerke die Energiesparberatung aus.

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Warum wird die Gas-Umlage erhoben?

Firmen, die in der Vergangenheit günstiges russisches Erdgas nach Deutschland importiert haben, bekommen noch einen Bruchteil der vertraglich zugesicherten Liefermengen. Gleichzeitig haben sie ihren Abnehmern wie den SWM genau dieses Gas versprochen. Daher müssen sie teuer Gas an der Börse kaufen. Das führt zu Verlusten. Um den Fortbestand dieser Unternehmen nicht zu gefährden, soll die Gas-Umlage nun die Lücke schließen. (ska)

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