Gasteig-Sanierung: Stadtrat entscheidet

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Der Gasteig soll saniert werden. Aber wie?

Generalsanierung oder doch nur eine kleine Variante? Der Stadtrat entscheidet am Mittwoch über die Zukunft des Gasteigs.

Die SPD favorisiert dabei mittlerweile eine Variante, bei der lediglich im Bestand renoviert und die Akustik der Philharmonie verbessert würde. Die Kosten dafür werden auf rund 300 Millionen Euro geschätzt. CSU, Grüne und Bayernpartei wollen hingegen an der Generalsanierung festhalten. Die FDP wird beide Vorschläge ablehnen. „Man sollte noch einmal darüber nachdenken, in der Paketposthalle neu zu bauen“, sagt FDP-Stadtrat Thomas Ranft (Foto). „Aus dem alten Gasteig könnte man ein Kongresszentrum machen, das in München dringend gebraucht wird.“ Die Verwaltung wird dem Stadtrat vorschlagen, an der Generalsanierung festzuhalten.

Das ist auch der Wunsch von Kulturreferent Hans-Georg Küppers (SPD). Die Kosten dafür werden auf 400 bis 450 Millionen Euro beziffert. Die neuerliche Entscheidung des Stadtrates ist nötig geworden, weil die Regierung von Oberbayern das Vergabeverfahren aufgehoben hatte. Stimmt der Stadtrat morgen nun für die Weiterführung der Generalsanierung, müssen die drei Architekten-Büros, die aus dem ursprünglichen Wettbewerb als Sieger hervorgegangen waren, erneut ihre Angebote abgeben. Aus diesen würde der Gasteig dann seinen Favoriten auswählen und eine Empfehlung an den Stadtrat abgeben. 

Bei dieser Auswahl sollten noch konkretere Kriterien angewandt werden, deren Fehlen hatte die Regierung kritisiert. Wie lange sich der Start der Sanierung nun verschiebt, ist ungewiss. Der Umbau des 44 500 Quadratmeter großen Kulturzentrums ist ab 2021 vorgesehen und soll eigentlich im Jahr 2026 abgeschlossen sein. 

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