Konzern entschuldigt sich

Geht doch! Die GBW kann auch freundlich

Sie hatten den tz-Bericht vom Freitag angestoßen: Gertraud S. (74) und Inge V. (72) sind verunsichert, weil die GBW ihre Wohnungen besichtigen will.

München - Nach dem neuerlichen Ärger der GBW-Mieter wegen Zwangsinspektionen in hunderten Wohnungen hat der Konzern schnell reagiert. Und siehe an: Die GBW kann auch freundlich!

Da schau her: Die tz mit dem neuen Ärger der GBW-Mieter über Zwangsinspektionen in hunderten Wohnungen war am Freitag noch nicht gedruckt – da hatte der Konzern schon reagiert. Die Aushänge waren weg, die Besichtigungen abgesagt und ein Brief mit einer Entschuldigung hing aus. Geht doch! Die GBW kann auch freundlich. Die Sorgen über den Zweck der Begehungen jedoch bleiben.

„Wir entschuldigen uns“, „wir würden uns freuen“ – plötzlich schlägt die GBW (32 000 Wohnungen in Bayern) ganz neue Töne an

„Da hat die GBW aber Angst um ihren Ruf“, sagt Gertraud S. (74). Die Mieterin hatte die Affäre an die große Glocke gehängt. „Aber die Begehungen wollen sie natürlich trotzdem durchführen.“ Im neuen ­Schreiben entschuldigt sich die GBW über die angedrohte Strafe von 25 Euro. Die wäre fällig geworden, wenn die Mieter in den Anlagen in Berg am Laim und Giesing nicht den halben Tag auf die Herren der GBW gewartet hätten. Die Firma schiebt die Schuld auf den Hausmeister: „Dieser Aushang war weder mit uns abgestimmt, noch war er uns bekannt.“

Maximilian Heisler (Bündnis Bezahlbares Wohnen) wundert sich: „Man kann leicht recherchieren, dass beide Firmen anscheinend den gleichen Chef haben.“ Gertraud S. bleiben die Sorgen um die ungebetenen Gäste: „Die wollen wohl die Preise für die einzelnen Wohnungen festlegen.“

David Costanzo

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