Ministerpräsident Sellering tritt von allen Ämtern zurück

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Geburtenstatistik

München ist die Baby-Boom-Stadt

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Auf kleinen Füßen in ein neues Leben: In München werden besonders viele Babys geboren.

München - Höchst wahrscheinlich wird 2016 zum zehnten Mal in Folge in München ein neuer Geburtenrekord aufgestellt. Bis Oktober sind bereits 15.257 Münchner Kindl geboren worden.

Noch liegen weder die November-, noch die Dezemberzahlen abschließend vor. Doch der Trend ist eindeutig: 2016 dürfte wieder ein Rekordjahr in den Münchner Entbindungsstationen werden. „Es ist davon auszugehen, dass der Rekord von 2015 erneut übertroffen wiurd“, sagt Ingrid Kreuzmair vom Statistischen Amt. Denn: Von Januar bis Oktober 2016 seien schon 690 Kinder mehr geboren worden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt erblickten bis Ende Oktober 15 257 Münchner Kindl das Licht der Welt. Im ganzen Jahr 2015 waren es 17 143 Mini-Münchner. Zum Rekord braucht München also noch 1886 Babys – von denen die meisten schon auf der Welt, aber eben noch nicht in der Statistik erfasst sind. Dass es genug Zwergerl werden, gilt als ausgemacht. In Berg am Laim zum Beispiel sind bis Oktober mit 530 Kindern schon mehr geboren worden als im gesamten Jahr 2015 (515). Und auch die Bogenhausenerinnen haben die Vorjahreszahl von 903 Kindern mit 907 bereits getoppt.

Magische Marke bereits 2008 geknackt

Einen Grund für den Kindersegen sieht Kreuzmair darin, dass „vermehrt Frauen im gebärfähigen Alter nach München zuziehen“. Es sei davon auszugehen, dass es allein aufgrund des Zuzugs mehr Geburten gebe. Eine genauere Analyse, die diese Vermutung stützt, gibt es aber noch nicht. 2008 war die bis dahin „magische“ Marke von 14 000 Geburten in München erstmals seit den 1970er-Jahren wieder geknackt worden. Bereits seit 2006 geht die Zahl der Neugeborenen konstant in jedem Jahr bergauf.

In ganz Deutschland sind zuletzt die Geburtenraten leicht nach oben gegangen. 2015 hatte jede Frau in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 1,5 Kinder. Dieser Wert wurde zuletzt für das Gebiet des heutigen Deutschlands 1982 erreicht. Doch: Während im bundesdeutschen Schnitt immer noch weit mehr Menschen sterben als Kinder geboren werden, zeichnet sich in München schon seit Jahren der umgekehrte Trend ab. Auch heuer wird es in der Landeshauptstadt einen deutlichen Geburtenüberschuss geben. Den 15 257 Neugeborenen bis Oktober stehen 9124 Sterbefälle gegenüber.

Au-Haidhausen bei Geburten vorne

Besonders viele Kinder bekommen die Frauen in Au-Haidhausen, wo bis Oktober 753 und damit pro 1000 Einwohner 12,2 Kinder zur Welt kamen – und in Berg am Laim, wo es bis Oktober 11,7 Babys pro 1000 Einwohner gab. Die auf die Einwohnerzahl umgerechnet wenigsten Babys wurden im Stadtteil Hadern geboren. Hier erblickten pro 1000 Einwohner nur 8,1 Kinder das Licht der Welt.

Der geburtenstärkste Monat war 2016 aller Wahrscheinlichkeit nach der August, in dem 1785 Geburten registriert wurden, gefolgt von Juni (1658) und Oktober (1657). Die jahrelang gültige Regel, dass im Oktober die meisten Kinder geboren werden, gilt schon seit einigen Jahren nicht mehr in der Landeshauptstadt. Am wenigsten Kinder kamen 2016 nach jetzigem Stand im März zur Welt – 1303 Babys wurden hier gemeldet.

Gleich geblieben ist auch, dass sich viele Münchnerinnen Zeit mit dem Kinderkriegen lassen. 7997 Mütter, die bis Oktober in München ein Kind zur Welt brachten, waren zwischen 30 und 36 Jahre alt. 92 Mütter waren sogar über 44 Jahre alt. 162 Frauen bekamen dagegen vor ihrem 20. Geburtstag Nachwuchs. Bei den Männern stellt sich der Kindersegen manchmal sogar noch recht spät ein: Bis Oktober wurden 21 Männer mit über 60 noch Vater.

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