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Empörung über Skandal-Geburtstagskarte an Münchnerin: „Oma und Opa sollten sich schämen“

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Von: Armin T. Linder

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Ein Satz auf einer Geburtstagskarte sorgt bei der Jodel-Community in München für große Empörung. Die Empfängerin erhält viel Mitgefühl.

München - Zu den Besonderheiten der App Jodel zählt, dass man sie anonym nutzt und es nicht mal einer Registrierung bedarf. Das sorgt dafür, dass es manchen leichter fällt, dort persönliche Dinge zu veröffentlichen. Natürlich lässt sich andererseits alles aber auch unmöglich verifizieren. Das gilt ausdrücklich auch für die Geburtstagskarte und die angeblichen Hintergründe, die eine Nutzerin mit der Ortsangabe München dort jetzt veröffentlicht hat.

„Meine Oma ist die Beste... Nicht!“, schreibt die Userin zu dem Foto. Und auf der Geburtstagskarte mit Datum 29.09.2022 ist folgender Text zu lesen: „Wir wünschen dir zu deinem Geburtstag alles, alles Liebe, Glück und noch viel Freude in deinem Leben.“ Bis hierhin noch sehr nett - und Oma hat die Karte sogar mit Aufklebern verziert. Doch es folgt ein Satz, der beim Geburtstagskind wohl ankam wie ein Schlag in die Magengrube: „Wenn du uns auch eine Freude machen willst, dann fange etwas vernünftiges an. Oma und Opa.“

Jodel-Geburtstagskarte
Die Geburtstagskarte schlägt bei Jodel große Wellen. © Jodel

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München: Jodel-Community empört sich über Geburtstagskarte

Schon ohne Details ruft das Empörung bei anderen Nutzern hervor. „Hart“, meint einer. Ein anderer korrigiert die Kleinschreibung bei „Vernünftiges“ und meint: „Oma und Opa sollten sich schämen.“

Dann rückt die Nutzerin mit Details raus: „Ihr gefällt wohl nicht, dass ich mein Studium hier nicht weiter mache, nachdem ich nach dem Tod von meinem Mann und meiner Mama wieder zurück in meine Heimat gezogen bin. Dass ich viel arbeite, interessiert sie nicht.“ Und weiter: „Ich war geschockt, ich dachte, ich lese nicht richtig.. Aber ich ziehe halt meine Konsequenzen und lasse mich von der Frau einfach nicht abfucken.“

München: Empfängerin bekommt viel Mitgefühl

Von der Jodel-Community erntet sie viel Mitgefühl: „Alter wie taktlos wenn‘s auch noch durch noch ne durch so unheimlich harte Lebensumstände bedingte Entscheidung betrifft!?! Schreib ihr doch zum Geburtstag ‚wenn du mir ne Freude machen willst, kümmer dich gefälligst um deinen eigenen Scheiß‘“, heißt es. Oder: „Was ich ja übel finde, ist dass sie das direkt drauf geschrieben hat. Meine Tante hat es wenigstens noch auf ein Post-it gemacht damit ich‘s weg machen kann, aber so finde ich es dermaßen taktlos, gemein und echt übel.“ Und: „Wow.. einfach nur wow. Meine Oma war auch so ein Herzchen. Ignorieren ist leider das Beste, was man machen kann. So fürs eigene Seelenheil.“ Nur drei Reaktionen von vielen.

Die Jodel-Nutzerin für die Worte und Geburtstagsglückwünsche. Sie arbeite als „Managerin in einem kleinen Laden und arbeite neben bei noch in der Gastro“, verrät sie weiter, sie sei 26 Jahre alt. Auch wenn all das weiterhin unbestätigt bleibt, geht doch aus der Jodel-Diskussion mindestens eines hervor: Man sollte nett und verständnisvoll zu seinen Mitmenschen sein, ob verwandt oder nicht, und nicht nur am Geburtstag. Diese Regel hat vor einigen Monaten auch ein GLS-Bote befolgt, der für seinen tollen Zettel gefeiert wird. (lin)

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