An beiden Tatorten

Gedenktafeln für NSU-Mordopfer enthüllt

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Bürgermeisterin Christine Strobl enthüllt eine Gedenktafel für Habil Kiliç, ein Todesopfer des NSU-Terrors.

München - In München erinnern seit Freitag Gedenktafeln an die beiden in der Stadt ermordeten NSU-Opfer. Bürgermeisterin Christine Strobl und Kultusstaatssekretär Georg Eisenreich enthüllten die Tafeln an den Tatorten.

Vor zwölf Jahren haben die NSU-Killer Habil Kilic in seinem Laden in der Bad-Schachener-Straße (Ramersdorf) erschossen. Vor acht Jahren starb Theodoros Boulgarides im Schlüsselladen in der Trappentreustraße (Westend). Jetzt gibt es endlich Orte des Erinnerns: Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) enthüllte Gedenktafeln für die beiden Mitbürger.

„München verneigt sich in Trauer“, sagte sie und bat die Angehörigen um Verzeihung, dass sie selbst statt der Neonazis ins Visier der Ermittlungen gerieten. „Auf den Mord folgte der Rufmord.“ Staatssekretär Georg Eisenreich (CSU) sagte: „Die Opfer sollen in schmerzlicher Erinnerung der Stadt bleiben.“ Beide versprachen alles, damit sich der Schlusssatz der Tafeln erfülle: „Nie wieder!“

Die Angehörigen sind froh. „Wir hatten eine sehr schwierige Zeit“, sagte Gavriil Boulgarides, Bruder des Opfers. Und Witwe Pinar Kilic sagte: „Bei mir im Herz ist er sehr groß. Das ist wichtiger.“

DAC

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