Schlägerei in Neuperlach

Schüler sticht mit zerbrochener Flasche zu

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Mit einer Bierflasche stach einer der Täter auf sein Opfer ein.

München - Bei einer Auseinandersetzung in Neuperlach sind zwei junge Männer verletzt worden. Ein 16-jähriger Schüler hatte auf eines der Opfer mit einer zerbrochenen Bierflasche eingestochen.

Zu dem Streit kam es nach Polizeiangaben am Freitag, 29. März, gegen 21.30 Uhr im Bereich des U-Bahnhofes Neuperlach Zentrum zwischen einer Gruppe jugendlicher Afghanen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren und sowie einem 22-jährigen Türken und einem 20- jährigen Afghanen. Bereits hier spielte sich eine kurze Rangelei zwischen den Gruppen ab. Zunächst trennten sich die beiden Gruppen dann aber wieder.

Kurze Zeit später trafen die Beschuldigten und die beiden späteren Geschädigten im Eingangsbereich eines Schnellrestaurants wieder aufeinander. Um sich vor einem Angriff der Tätergruppe zu schützen, hielten der 20-Jährige und der 22-Jährige die Eingangstür des Lokals von innen zu. Allerdings gelang es den Angreifern die Tür aufzureißen. Vor der Tür des Lokals schlugen die Beschuldigten mit Fäusten und Füßen auf die beiden Männer ein.

Ein 16-jähriger Schüler zerschlug eine Bierflasche und verletzte den 20-jährigen Afghanen mit mehreren Schlägen und Stichen. Bei der anschließenden Versorgung des 20-jährigen in einem Krankenhaus stellte der Arzt eine ca. 4,5 cm lange Schnittwunde hinter der Ohrmuschel fest, in der auch noch Scherben klebten. Hier ging die Schnittrichtung Richtung Halsschlagader. Weitere erhebliche Schnittwunden befanden sich am Hinterkopf sowie am linken Ohr. Zwei ca. 1 cm lange Wunden am linken Schulterblatt mussten ebenfalls behandelt werden.

Sein Begleiter, der 22-jährige Türke, wurde bei der Auseinandersetzung durch Schläge und Tritte leicht verletzt. Der Haupttäter wurde am nächsten Tag dem Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die übrigen drei Beschuldigten wurden von Polizeibeamten zu ihren jeweiligen Aufnahmeeinrichtungen gebracht.

Da sich alle Beteiligten gegenüber der Polizei unkooperativ zeigen, konnte der genaue Tatablauf bislang nicht ermittelt werden. Derzeit widersprechen sich die Aussagen. Hinsichtlich der Schwere der Verletzungen des Geschädigten wurde in Absprache mit der Staatsanwaltschaft ein Gutachten beim Institut für Rechtsmedizin in Auftrag gegeben.

mm

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