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Polizeieinsatz bei Schuhbeck (73) – Am Abend vor dem großen Abschied wird Münchner Restaurant gestürmt

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Von: Julia Volkenand

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Wohl bald Schluss: Nach dem Urteil gegen Alfons Schuhbeck wird die Südtiroler Stuben schließen.
Wohl bald Schluss: Nach dem Urteil gegen Alfons Schuhbeck wird die Südtiroler Stuben schließen. © IMAGO/Ulrich Wagner/Matthias Balk/dpa

In Alfons Schuhbecks Restaurant „Südtiroler Stuben“ kam es zu einem Polizeieinsatz. Tierschützer hatten dort für viel Unruhe gesorgt.

München – Die Tage der „Südtiroler Stuben“ sind gezählt. Kurz vor Schluss wurde es am Freitagabend aber nochmal hektisch im Edelrestaurant von Starkoch Alfons Schuhbeck. Gegen 18.30 Uhr habe eine Gruppe Tierschützer das Restaurant in der Münchner Innenstadt gestürmt und einige Tische besetzt, berichtete zunächst bild.de. Gegenüber t-online.de habe die Polizei den Vorfall später bestätigt.

Tierschützer stürmen Schuhbeck-Restaurant „Südtiroler Stuben“ in München

Ziel der Aktion sei ein Protest gegen den Fleischkonsum und für Tierwohl gewesen. Eine Mitarbeiterin habe den Notruf gewählt, kurz darauf sei schon die Polizei erschienen. Die Tierschützer seien aufgefordert worden, das Restaurant zu räumen und ihre Personalien zu übermitteln.

Ein letztes Hurra soll es in der „Südtiroler Stuben“ an Silvester nochmal geben. Am Abend vor der Schließung ist hier eine Silvestergala geplant – inklusive Menü für 195 Euro. Auf seiner Homepage schrieb der Starkoch: „Seien Sie dabei, wenn eine Ära zu Ende geht und sich ein kulinarisches Kapitel schließt. Nach 19 Jahren werden die ‚Südtiroler Stuben‘ am Platzl in München schließen. Mit einem fulminanten Abend und einem kulinarischen Abschiedsgruß.“

Alfons Schuhbeck verabschiedet „Südtiroler Stuben“ mit Silvester-Gala und muss dann wohl bald in Haft

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Schuhbeck selbst hat im Jahr 2023 wenig zu Lachen gehabt. Im neuen Jahr droht ihm der Haftantritt. Zu drei Jahren und zwei Monaten wurde er vor Gericht wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Ganze 2,3 Millionen Euro blieb er dem Staat schuldig. Gegen das Urteil beantragte der 73-Jährige Revision. Sollte er diese noch zurückziehen, muss er wohl zum Jahreswechsel ins Gefängnis.

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