Geheimplan für den Olympiapark!

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Der Olympiapark soll in erster Linie erhalten werden

München - Die Stadt München will Millionen in die Sanierung des Olympiaparks pumpen, aber gleichzeitig aufs Geld schauen. Die tz nennt den neuen Geheimplan! 

Die Stadt bekennt sich zum Olympiapark und pumpt weitere Millionen in die Sanierung. Gleichzeitig tritt das Rathaus nach tz-Informationen bei den neuen Plänen auf die Bremse – der Aufsichtsrat verlangt erst ein Zukunftskonzept. Auch ein Geheimplan wurde diskutiert: ohne teures Eiszentrum, dafür mit einem Musical-Theater eines privaten Investors!

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Der Erhalt geht vor: Einstimmig hat der Stadtrat den Zuschuss zu Technik und Brandschutz für die Olympiahalle genehmigt – über 47 Millionen Euro. Mit weiteren Hilfen werden in den nächsten fünf Jahren nicht wie erst geplant fast 80 Millionen Euro, sondern bis zu 144 Millionen fällig. In den nächsten 20 Jahren könnten sogar 398 Millionen Euro in das Erbe der Spiele von 1972 fließen (tz berichtete). Da wird es Politikern zunehmend flau.

Darum bremst das Rathaus die Pläne des Olympiaparks. Die städtische Gesellschaft fordert nämlich eine neue Mega-Arena mit 7500 Plätzen, in der die FC Bayern-Basketballer und die Eishockey-Cracks vom EHC unterkommen könnten. Die soll auf dem Gelände der Event-Arena, dem alten Radstadion, entstehen und 80 bis 100 Millionen Euro kosten. Das Eiszentrum soll für zehn Millionen Euro aufgemöbelt werden.

Der Aufsichtsrat lobte in seiner Sondersitzung am Dinestagabend zwar die Studie, folgte den Plänen aber nicht: Das Kontrollgremium aus Stadträten beschloss nach tz-Informationen, dass ein Zukunftskonzept vor allem für die Hallen erstellt wird – und entschied sich damit für einen Vorschlag der CSU. Denn bei der Multifunktionshalle misstrauen die Stadträte dem FCB. Der plant gleichzeitig eine 5000-Plätze-Halle an der Ingolstädter Straße. Für Basketball? Der Verein soll sich am Mittwoch im Stadtrat erklären.

Sollte die Arena einmal kommen, sympathisiert die SPD statt mit dem Standort Event-Arena mit dem Areal des Eissportzentrums. Vorteile: Die Stadt würde sich die Sanierung sparen und die Fans hätten einen kurzen Weg von der U-Bahn zur Halle. Damit würde die Event-Arena für einen Musical-Investor frei: Stage Entertainment (König der Löwen, Sister Act) will in München in ein 2000-Plätze-Theater investieren und hat mehrere Standorte besucht. „Der Olympiapark ist ein sehr attraktiver Punkt auf der Liste“, bestätigt Sprecher Stephan Jaekel der tz. Allerdings müsste die Verträglichkeit mit einer neuen Olympia-Bewerbung geprüft werden.

D. Costanzo

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