Weil er nicht fiedeln durfte

Geiger entreißt Polizist die Dienstwaffe

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Ihor U. gilt als eine Gefahr für die Allgemeinheit

München - Patrycja P. (26) hat in einer Horror-Situation kühlen Kopf bewahrt. Die Kellnerin hat Schlimmeres verhindert, möglicherweise sogar eine Schießerei, indem sie die Polizei rief. 

Am Montag sagte sie als Zeugin vor Gericht aus. Angeklagt ist der Ukrainer Ihor U. (32). Er kann vom Glück reden, dass er bei dem Vorfall nicht erschossen wurde. U. hatte einem Polizisten die Dienstwaffe entrissen – deswegen muss er sich jetzt unter anderem wegen versuchten Raubes verantworten.

Mit einer Geige war U. am 19. Juni 2012 in das Lokal Hubertus in Laim gekommen und hatte zu fiedeln begonnen. Die Gäste hätten gerne auf die Musik verzichtet. Patrycja P. forderte U. auf, das Lokal zu verlassen. Doch der wehrte sich. Sie rief die Polizei.

Gegen Polizeiobermeister Axel H. (29) und Polizei-Anwärter Stefan L. (23) leistete U. Widerstand. Draußen im Biergarten gelang es ihm, dem 23-jährigen Beamten die Waffe zu entreißen! Er entsicherte die Pistole und versuchte, die Waffe auf die Beamten zu richten. Die Polizisten versuchten, dem Täter am Boden zu halten. Zum Glück kam es zu keinem Schuss.

Patrycja P. rief erneut die Polizei, forderte Verstärkung an. Zum Glück ist die PI 41 Laim nur wenige hundert Meter entfernt, eine weitere Streife war in Kürze da. Zu fünft gelang es schließlich, den Gewalttäter zu entwaffnen und zu fesseln. Da U. unter Schizophrenie leidet, geht es in seinem Prozess um seine Einweisung in die Psychiatrie.

E. Unfried

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