Geiselnahme von Englschalking 1994

Flüchtiger Verbrecher nach 18 Jahren gefasst

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Mit diesem Foto suchte die Polizei damals nach Paun O.

München - 18 Jahre nach einer brutalen Geiselnahme einer Münchner Bankerfamilie ist jetzt der letzte der fünf Täter bei Innsbruck festgenommen worden.

Der Serbe Paun O. (43) saß in Hall/Tirol in einem Lokal, als die Spezialeinheit Cobra der österreichischen Polizei und Münchner Ziehlfahnder den Mann überwältigte.

Der Serbe war fast zwei Jahrzehnte mit einem EU-weiten Haftbefehl wegen Entführung, Freiheitsberaubung, Geiselnahme sowie schwerer Erpressung gesucht worden.

Die spektakulärsten Verbrechen Münchens

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Paun O. soll an einer der brutalsten Geiselnahmen, die München je erlebt hat, beteiligt gewesen sein. Im Juni 1994 überwältigte eine Bande von Serben einen Kassierer der BfG-Bank und dessen Familie in ihrem Haus in Englschalking. Die Bande quälte ihre gefesselten Geiseln die ganze Nacht mit Elektroschockern und Schlägen.

Am frühen Morgen packten Paun O. und ein Komplize den Kassierer ins Auto und fuhren zu einer Kollegin, die den zweiten Schlüssel für den Tresor hatte. Auch die Frau wurde gezwungen, mit zur Bank zu fahren. Dort erbeuteten die Täter dann rund 1,5 Millionen D-Mark.

Alle Geiselnehmer wurden kurz nach der Tat im Hasenbergl gefasst – bis auf den damals 23-jährigen Paun O. Ihm gelang die Flucht. Jahrelang hielt sich der Mann in Serbien auf, darunter auch elf Jahre wegen Mordes im Gefängnis. Er hatte 2001 einen rumänischen Angestellten kaltblütig erschossen.

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