Gekündigt: Ex-Mieter steckt Haus in Brand

München - Der Frust über die Kündigung seiner Wohnung muss riesig gewesen sein: Ein 43-Jähriger hat sein ehemaliges Wohnhaus in Brand gesteckt - und die Hausbesitzerin auf vielfältige Weise traktiert.

Der Brand liegt bereits einige Monate zurück: Im April diesen Jahres  wurde gegen 6.20 Uhr Feuer im Kellergeschoss eines vierstöckigen Wohn- und Geschäftshauses in Pasing gelegt. Es entstand hierbei ein Sachschaden in Höhe von ca. 50.000 Euro. Personen kamen damals nicht zu Schaden. Der Täter hatte eine zeitverzögerten Einrichtung und eines Brandbeschleunigers benutzt.

Durch die Ermittlungen der Fachdienststelle vor Ort stellte sich heraus, dass schon einige Wochen zuvor auf dem Dachboden des Hauses eine ähnliche Brandvorrichtung und vier Kanister mit ca. 100 l Brandbeschleuniger aufgefunden worden waren. Damals wurde die Polizei nicht gerufen, die Vorrichtung wurde beseitigt.

Schon frühzeitig geriet ein 43-jähriger ehemaliger Mieter des Hauses ins Visier der Polizei. Ihm wurde einige Wochen zuvor von der Hausbesitzerin gekündigt. Der Täter bestritt jegliche Tatbeteiligung, auch die Durchsuchung seiner Wohnung ergab zunächst keinen ausreichenden Tatverdacht. I

n den Wochen nach dem Brand gingen bei der Hausbesitzerin jedoch mehrere Drohbriefe ein, welche eindeutig dem Brandstifter zuzuordnen waren. Außerdem wurden an zwei Mietsgebäuden, die der Hausbesitzerin ebenfalls gehören, mehrfach die Haus- und Nebeneingangstüren mit Sekundenkleber verklebt.

Nun wurde der Tatverdächtige erneut vernommen und legte bei der Fachdienststelle ein umfassendes Geständnis ab. Als Motiv für seine Taten nannte er Ärger, Frust und Enttäuschung über die Wohnungskündigung. Er wurde bereits am Samstag dem Haftrichter vorgeführt.

Rubriklistenbild: © dpa

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