Fahrlässige Tötung: Geldstrafen für Bauarbeiter

München - Nach dem Tod eines Bauarbeiters auf einer Bau­stelle in einem Ramersdorfer Supermarkt hat das Amtsgericht München zwei Metallbauer wegen fahrlässiger Tötung zu 1500 und 4000 Euro verurteilt.

Sie hatten ein Rolltor, das sie abmontieren sollten, nicht genug gesichert. Das 200 Kilo schwere Tor krachte von einer Hebebühne und auf Klaus L. (49). Nach einem offenen Schädel-Hirn-Trauma starb er im Krankenhaus.

Zehn Monate ist der Unfall her. Seine damaligen Kollegen sind noch immer geschockt. „Ich frage mich bis heute, wie das passieren konnte“, sagt ein Bauhelfer als Zeuge vor Gericht. Er hatte am 22. Februar mit Klaus L. in einem ehemaligen Juwelierladen im V-Markt an der Balanstraße Bodenfliesen herausgerissen. Als zwei Kollegen beim Abbau eines Rolltores Probleme hatten, eilte Klaus L. ihnen zur Hilfe. Die beiden Metallbauer hatten das zusammengerollte Tor, das sie von der Decke holen wollten, bereits abgeschraubt, offenbar aber nicht ausreichend gesichert. Sie ließen die Hebebühne herab. Doch plötzlich stoppte sie: Das Rolltor hatte sich in einer Leiter verkeilt. Als das Opfer sie herausziehen wollte, krachte das Rolltor auf ihn und traf dessen Kopf und Schulter.

tz

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