Neue Aufgaben: Georg Dunkel (Mobilität) und Beatrix Zurek (Gesundheit)

Stadtrat wählt zwei neue Referenten - „Toller Job, aber keine leichte Aufgabe“

Der parteilose Georg Dunkel wurde gestern zum Mobilitätsreferenten gewählt. :
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Der parteilose Georg Dunkel wurde gestern zum Mobilitätsreferenten gewählt. :

Georg Dunkel (parteifrei) ist neuer Mobilitätsreferent der Stadt München. Der Stadtrat wählte den 47-Jährigen am Mittwoch mit 47 von 58 gültigen Stimmen. Die Grünen hatten hier das Vorschlagsrecht. Ebenfalls gewählt wurde Beatrix Zurek (SPD) auf Vorschlag der SPD als neue Leiterin des Gesundheitsreferates. Die 61-Jährige erhielt 47 von 57 gültigen Stimmen.

„Es ist ein toller Job, aber keine einfache Aufgabe“, sagte Dunkel auf Anfrage unserer Zeitung. Das Feld sei durch Stadtratsbeschlüsse und den Koalitionsvertrag weitgehend abgesteckt. „Wir haben nicht nur das eine Projekt, wir müssen an vielen Stellschrauben drehen.“ So beispielsweise bei der Umsetzung des Radentscheids oder der weitgehend autofreien Innenstadt. Weiterer Schwerpunkt sei es, Lösungen für den Pendlerverkehr zu finden – idealerweise in Zusammenarbeit mit dem Umland. Den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs will der neue Mobilitätsreferent auch im Dialog angehen, um möglichst gute Kompromisse bei der Verteilung des Raums zu finden. „Allen wird man es aber nie recht machen können.“

Das Mobilitätsreferat wird zum 1. Januar neu gegründet. Geplant sind 280 Stellen, wobei 250 Mitarbeiter aus Planungs-, Bau-, Kreisverwaltungs- und Umweltreferat sowie aus dem Referat für Arbeit und Wirtschaft der Stadt rekrutiert werden. 30 Stellen werden neu geschaffen. Das Referat wird in Räumen an der Implerstraße 7 bis 9 einziehen. Die Hauptaufgabe der neuen Behörde soll es sein, die vom Stadtrat angestrebte Verkehrswende in München zu gestalten.

Die Wahl einer neuen Gesundheitsreferentin war nötig geworden, weil die bisherige, Stephanie Jacobs, zum 15. September ins Gesundheitsministerium gewechselt war. Jacobs war Referentin für Umwelt und Gesundheit, die Behörde wird aber in zwei Referate geteilt. Die Grünen hatten Jacobs letztlich signalisiert, dass eine Wiederwahl 2021 kein Automatismus sei, sie sich aber um den Chefsessel im Gesundheitsreferat bewerben könne. Daraufhin ging Jacobs vorzeitig.

Das tut nun auch Beatrix Zurek, die ihr Amt als Stadtschulrätin abgibt. Der SPD kommt diese Rochade allerdings sehr gelegen. Denn: Für den Chefsessel im Referat für Bildung und Sport haben die Grünen das Vorschlagsrecht, eine Wahl Zureks war daher ungewiss.

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