Larissa M. (29) aus Bordell Extasia

Prostituierte über Schlagbauer: "Ich will mein Geld"

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Larissa M. (29).

München - Mit der Prostituierten Larissa M. aus dem Bordell Extasia soll sich Georg Schlagbauer seit fünf Jahren regelmäßig getroffen haben. Sie erzählt, welche Vorlieben er hatte.

Wiesn-Stadtrat, Präsident der Handwerkskammer, Landesinnungsmeister und stellvertretender Bundesinnungsmeister des Fleischerverbandes – Georg Schlagbauer (44) hatte neben seiner eigenen Metzgerei viel zu tun. Dazu kommt eine gescheiterte Ehe. Abschalten konnte er da offenbar nur mit Drogen und Prostituierten. Für die Flucht aus dem Alltag sorgte Larissa M. – mit der Prostituierten aus dem Bordell „Extasia“ soll sich Schlagbauer seit fünf Jahren regelmäßig getroffen haben.

„Ich habe alles nach seinen Wünschen eingerichtet“, erzählt die 29-jährige Rumänin. Schlagbauer habe sich gerne im Poolzimmer vergnügt. Samtbett, Whirlpool, Sternenhimmel. Larissa M. ließ einen Fernseher installieren, auf dem Pornofilme liefen. Auch eine andere Beleuchtung wünschte Schlagbauer. Umso mehr ärgert sich Larissa M. über seine Zahlungsmoral. 14 .700 Euro soll er ihr Schulden. Sie sagt: „Ich verkaufe meinen Körper nicht umsonst!“ Bargeld hatte Schlagbauer angeblich immer dabei. Und reichte es bei längeren Besuchen nicht, soll er der Domina handgeschriebene Schuldscheine ausgestellt haben. Und die will sich jetzt Larissas Anwalt Thorsten Schulz genauer ansehen.

Zur tz sagt der Anwalt: „Ich gehe davon aus, dass die Schuldscheine rechtlich in Ordnung sind. Herr Schlagbauer wird das Geld zahlen müssen.“ Er habe ihn zwar noch nicht persönlich kontaktiert. Aber: „Im Notfall gehe ich den normalen zivilrechtlichen Weg.“

Auch Extasia-Chef Klaus P. ist sich sicher: „Unser Anwalt wird das Geld eintreiben.“ Schulz bestreitet die Kokain-Vorwürfe: „Bei meiner Mandantin wurde nichts gefunden.“ Ginge es nach Larissa, soll die Sache schnell geklärt werden. „Er ist kein dummer Mensch. Er musste doch damit rechnen, dass es an die Öffentlichkeit kommt.“

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