Projekte in Freimann

Geplante Studentenheime: Lokalpolitiker sind skeptisch

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Für das ehemalige Druckzentrum Biering an der Freisinger Landstraße, hier auf einem Archivbild, gibt es Pläne, die dem örtlichen Bezirksausschuss missfallen.

Der Bezirksausschuss Freimann ist nur von einem der beiden Projekte überzeugt. Die Pläne für alte Druckerei seien „schrill“, heißt es. 

Der Münchner Norden rund um Freimann ist bei Studenten beliebt. Denn mit der guten Anbindung an die U-Bahn-Linie U6 können sie von hier aus schnell sowohl die Standorte der Ludwig-Maximilians-Universität in der Innenstadt als auch den Campus der Technischen Universität in Garching erreichen.

Deshalb ist es auch keine Überraschung, dass immer mehr Anbieter von Studentenwohnheimen das Viertel für sich entdecken. So wurden auf der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses Schwabing-Freimann gleich zwei neue Projekte für Studenten vorgestellt. Die kamen bei den Stadtteilpolitikern jedoch recht unterschiedlich an.

Zunächst ging es in der Sitzung um die Bauvoranfrage für ein Projekt an der Freisinger Landstraße auf dem ehemaligen Gelände der Druckerei Biering und dem späteren Kulturzentrum BieBie. Doch der Plan für den Apartementkomplex fiel bei den Stadtteilpolitikern durch.

Das Projekt des Heilbronner Investors sei „grobschlächtig geplant und in schrillen Farben gestaltet“, sagte Petra Piloty (SPD), Architektin und Vorsitzende des Unterausschusses Bildung, Kultur und Soziales. Auch zweifelte der BA an, dass bei dem Projekt in seiner derzeitigen Ausgestaltung gesichert sei, dass die Wohnungen dauerhaft und zu verträglichen Preisen für Studenten zur Verfügung stehen würden. Die Stadtteilpolitiker lehnten das Projekt einstimmig ab, und diese negative Empfehlung wollen sie auch an die Stadtgestaltungskommission weitergeben.

Wesentlich mehr Begeisterung riefen dagegen die Pläne für ein integratives Projekt an der Sondermeierstraße hervor. Schon jetzt betreibt ein gemeinnütziger Verein hier ein Studienkolleg. Ein Anbau soll bald Platz für 125 Studenten mehr schaffen. Der Plan, dass hier Behinderte und Nicht-Behinderte, sowie bedürftige und nicht bedürftige Studenten zusammenleben sollen, begeisterte den BA, ebenso wie die anvisierten Mietpreise von rund 300 Euro für die Zimmer.

Auch für die architektonische Ausgestaltung des Projektes gab es viel Lob: „Das ist eine sehr leichte und freundliche Anlage, von der ich glaube, dass sie gut ins Viertel passt“, sagte Petra Piloty. Dem Vorschlag des BA-Vorsitzenden Werner Lederer-Piloty (SPD), das Projekt ausdrücklich zu begrüßen, stimmte das Gremium dann auch einstimmig zu.   

Annika Schall

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