Er schrieb sogar seine Grabrede

Gerd Käfer († 82): Trauer-Gäste sollen sich bunt kleiden

München - Partykönig Gerd Käfer ist tot. Seine Trauerfeier soll eine letzte große Sause werden. Er schrieb sogar seine Grabrede selbst.

Natürlich muss Gerd Käfers letzte Party die schönste werden – eine, die niemand vergessen wird. Dafür hat Deutschlands berühmtester Partymacher schon vorgesorgt. Sohn Michael Käfer und Witwe Uschi Ackermann haben noch am Sterbetag damit angefangen, alles zu organisieren.

Gerd Käfers Wunsch war es, dass alle bunt gekleidet und frohen Mutes zu seinem Abschied kommen und keiner Tränen vergießt. Wo doch das Leben so schön ist, und Gerd Käfers ganz besonders schön war.

Kommenden Dienstag soll es um 17 Uhr eine Trauerfeier in der Allerheiligen-Hofkirche geben – 1000 Freunde, Wegbegleiter und Kunden werden eingeladen. Im Mittelpunkt steht Michael Käfers Rede mit Erinnerungen an seinen Vater. Die Sopranistin Sarah Laux wird das Ave Maria anstimmen. Ob dann nicht doch Tränen fließen? Doch es werden auch Artisten und Clowns vom Circus Roncalli zugegen sein und die Leute wieder zum Lächeln bringen. Den Zirkus hat Käfer zeitlebens geliebt. Und natürlich braucht es am Ende auch ein Fest: Nach der Trauerfeier gibt es Käfer-Catering mit Gerds Lieblingshäppchen im Kabinettgarten.

Beigesetzt werden soll Gerd Käfer voraussichtlich Mittwoch, 3. Juni, am Ostfriedhof, wozu nur noch der engere Familien- und Freundeskreis gebeten wird. Rund 200 Gäste, die danach Gerds Leben noch in der Käfer-Schänke feiern werden.

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Er schrieb sogar seine Grabrede

Obwohl Gerd Käfer 24 Stunden am Tag nur das Leben im Sinn hatte – stets ungeduldig, um auch ja nichts zu versäumen –, dachte der evangelische Christ durchaus auch an den Tod. „Er war im Innersten gläubig“, sagt sein Sohn Michael gegenüber der tz. „Vielleicht nicht so nach außen hin.“

Jedenfalls hat sich Gerd Käfer zu Lebzeiten auf die Ewigkeit so akribisch vorbereitet wie auf jede Party. Schon vor Jahren ließ er auf dem Familiengrab am Ostfriedhof die Inschrift anbringen: „Der bayerische Tafeldecker Gerd Käfer kommt einmal hier zur Ruhe.“

Damit der letzte Weg auch möglichst würdevoll vonstatten geht, legte er alle Details, ja sogar die Einladungsliste fest: 1000 Trauergäste, bunt angezogen, Weinen verboten. Der gewünschte Zinksarg sollte mit einem orangefarbenen Rosenteppich geschmückt sein – seine Lieblingsblume und die Lieblingsfarbe. Rosenblüten streuten ihm übrigens auch Ehefrau Uschi Ackermann und Käfers Sohn Michael aufs Totenbett, nachdem Gerd Käfer seinen letzten Atemzug machte.

Außerdem wünschte er sich bei einem Friedhofsrundgang mit der tz vor zwei Jahren eine tolle Predigt, wobei er selbst das letzte Wort haben wollte. „Meine Rede dafür ist fast fertig“, sagte Gerd Käfer im Herbst 2013. Wer sie vorträgt, wird eine Überraschung werden!

US

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Rubriklistenbild: © Weißfuß

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