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Finanzierung noch offen

Gerhard Polt: Viehhofbank soll zum Haus des Humors werden 

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Die Viehhofbank steht gleich neben dem Wirtshaus zum Schlachthof an der Zenettistraße.

Die Viehhofbank soll zum Haus des Humors werden. Der Stadtrat entscheidet am Donnerstag über eine entsprechende Vorlage. Dann könnte der Verein Forum Humor um Kabarettist Gerhard Polt das Gebäude in ein Museum verwandeln. Unklar ist allerdings noch die Finanzierung des Projektes.

Es geht weiter voran im Schlachthofviertel. In den kommenden Jahren sollen am Viehhof-Gelände Wohnungen, Gewerberäume und eine Grünanlage entstehen. Zudem ist der Neubau des Volkstheaters in Arbeit. Und nun könnte das Areal um eine Attraktion reicher werden. In die alte Viehhofbank soll schon bald ein Museum einziehen: ein Haus des Humors. Das schlägt die Verwaltung vor, der Stadtrat wird am Donnerstag über eine Vorlage entscheiden.

Die Viehhofbank stammt aus dem Jahr 1910 und steht seit knapp 20 Jahren nahezu leer. Im Erdgeschoss befindet sich ein Architekturbüro, die Obergeschosse sind aufgrund der Statik nicht nutzbar. Das denkmalgeschützte Gebäude müsste mithin ohnehin saniert werden. Das Kommunalreferat sucht bereits seit einer Weile nach einer Nutzungsmöglichkeit. Tatsächlich gab es verschiedene Interessenten.

Dort hinten soll es hin: (v. li.) Gerhard Polt, Moderator Eckart von Hirschhausen und Cartoonist Peter Gaymann rührten bereits im Herbst die Werbetrommel für ein Haus des Humors – an Deck der „Alten Utting“.

Würde es beispielsweise von einem der städtischen Referat genutzt, fielen Sanierungskosten in Höhe von 24 Millionen Euro an. Bedarf hätte etwa das Referat für Arbeit und Wirtschaft für kultur- und kreativwirtschaftliche Unternehmen. Das Kommunalreferat hätte das Haus als Bürostandort nutzen können, das Referat für Bildung und Sport hätte den Standort für den Trägerverein Münchner Haus für Schülerinnen und Schüler (MHDS) genutzt, das Sozialreferat wiederum für die Initiativgruppe, die Menschen mit Migrationshintergrund sowie sozial Benachteiligte sozialpädagogische fördert und sozial unterstützt.

Neben diesen Interessenten hatte auch das Forum Humor um Kabarettist Gerhard Polt seine Interesse signalisiert. Das Konzept sieht die Gründung einer Stiftung vor und ein Haus des Humors als Museum. Das soll nicht statisch sein, beispielsweise denkbar wäre eine Dauerausstellung mit Werkzyklen und Porträts von Künstlern, mit dem Fokus auf der Münchner und der bayerischen Szene. Aber auch internationale Größen wie Charlie Chaplin oder Jacques Tati sollen in wechselnden Ausstellungen gewürdigt werden.

Offen ist noch die Finanzierung. Die Initiatoren gehen von Sanierungskosten in Höhe von 16,5 Millionen Euro aus. Davon würde die Stiftung 4,5 Millionen Euro übernehmen. Laut Kommunalreferat hat sich der Freistaat grundsätzlich aufgeschlossen für einen Zuschuss gezeigt, jedoch keine Aussagen zu Höhe oder Art getroffen.

Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU) sagte auf Anfrage unserer Zeitung: „Der Förderverein hat viel Herzblut in das Konzept gesteckt, um Ausstellungsmöglichkeiten für einzigartige humoristische Kunstwerke zu schaffen. Eine charmante Idee, die bestens nach München und Bayern mit seinem ganz eigenen Humor passt.“

CSU-Kultursprecher Richard Quaas empfindet das ebenso. Auf Anfrage sagte er: „Die Initiatorin haben eine echte Lücke im kulturellen Gefüge der Stadt gefunden. Das Museum wird ein weiteres Highlight der Münchner Kultur- und Museumslandschaft, das in Deutschland seines Gleichen sucht.“

Das Haus des Humors sei eine willkommene Bereicherung, sagt auch der Kulturpolitische Sprecher der SPD, Klaus-Peter Rupp. „Wir stehen zu dem Projekt und unterstützen es nach Kräften. Aufgrund der überregionalen Bedeutung des Forums Humors gehe ich davon aus, dass auch der Freistaat zu dem Projekt steht und sich an der Finanzierung beteiligt.“

Die Grünen stehen dem Projekt ebenfalls positiv gegenüber, liebäugeln aber dem Vernehmen nach mit einer Vertagung. Grund ist, dass die Initiativgruppe dringend Räumlichkeiten sucht, da sie aus ihren bisherigen ausziehen müssen. Das solle erst geklärt werden.

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