Videoaufnahmen dokumentieren Gewaltexzess

Gericht verurteilt Löwen-Hooligan

+
400 Polizisten waren beim Derby am Ende 2013 im Einsatz.

München - Es war eines der brutalsten Derbys! Am 6. November 2013 gewann die zweite Mannschaft der Löwen gegen die Reserve des FC Bayern. Das juristische Nachspiel folgt nun. 

Während des Spiels brannten Bengalos. Danach prügelten sich die Fans durch die Stadt. 400 Polizisten mussten das Gewaltchaos unter Kontrolle bringen und nahmen 19 Fans fest. Bis heute beschäftigen die Fälle die Münchner Gerichte!

Mark F. (l.) gehörte zu den Tätern.

Montag wurde Mark F. (28, Name geändert) der Prozess gemacht. Er stand um 23.45 Uhr mit 30 Löwen-Fans an der Fraunhoferstraße. „Die Bayernfans kamen wie wild auf uns zu“, sagt er aus. 50 Rote schlugen die Tram-Scheiben ein. Folge: Eine Massenschlägerei begann, bei der auch Mark F. mitmischte.
Er behauptet, nicht zugeschlagen haben. Aber Videoaufnahmen dokumentieren den Gewaltexzess – und überführen Mark F. Weil er eine verbotene Sturmhaube trug, wurde er nun wegen Landfriedensbruch verurteilt. Die Strafe: sechs Monate Haft auf Bewährung. „Seither war ich nicht mehr im Grünwalder“, sagt er. Das wird so bleiben: Das Amtsgericht brummte ihm zusätzlich drei Jahre Stadionverbot auf.

thi

Auch interessant

Meistgelesen

Münchnerin klagt an: Hier schlägt mich ein Polizist beim WM-Fest am Flughafen
Münchnerin klagt an: Hier schlägt mich ein Polizist beim WM-Fest am Flughafen
Arnulfsteg kostet 26 Millionen Euro -Stammstrecke muss gesperrt werden  
Arnulfsteg kostet 26 Millionen Euro -Stammstrecke muss gesperrt werden  
Schüsse in Fürstenried: 40-Jähriger gerät bei SEK-Einsatz unter falschen Verdacht
Schüsse in Fürstenried: 40-Jähriger gerät bei SEK-Einsatz unter falschen Verdacht
Erst Jubel-Ausraster, dann große Trauer: So sehr litten Münchner Kroaten unter dem WM-Wahnsinn
Erst Jubel-Ausraster, dann große Trauer: So sehr litten Münchner Kroaten unter dem WM-Wahnsinn

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.