Versuchter Mord an Hausmeister vor Gericht

Das Opfer: "Man hat Todesangst"

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Seit heute steht der 46-Jährige wegen versuchten Mordes vor Gericht.

München - Ein 46-Jähriger steht seit heute vor Gericht. Der Vorwurf: Er soll versucht haben, den Hausmeister seines Wohnhauses zu töten. Die Vorwürfe sind schwerwiegend, das vermutliche Motiv erschreckend.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord im schuldunfähigen Zustand vor, weil er unter Wahnvorstellungen leidet und zur Tatzeit unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss stand. Die Strafkammer muss über seine Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt entscheiden. Das Motiv des Angeklagten war nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft Frust. Er habe den 66-Jährigen Hausmeister für seine Lebensumstände verantwortlich gemacht. Deshalb habe der arbeitslose Maschinenschlosser den Hausmeister am 19. Dezember 2011 umbringen und sich anschließend selbst töten wollen. Der 66-Jährige Hausmeister konnte den Angreifer aber daran hindern, den Kraftstoff auf seiner Kleidung mit einem Stabfeuerzeug zu entzünden. “Wenn man so etwas erlebt, hat man Todesangst“, sagte der Hausmeister als Zeuge vor Gericht. Der Angeklagte sagte hingegen, der Hausmeister habe ihn regelrecht verfolgt. Er habe ihm Strom und Wasser abgestellt, ihn bei der Vermieterin und dem Sozialamt angeschwärzt und seine Wohnung verwüstet. Die Räume habe er vor einem Krankenhausaufenthalt aufgeräumt, bei seiner Heimkehr habe ein Chaos geherrscht. Er habe den Hausmeister bei dem Vorfall im Dezember nur zur Rede stellen und einschüchtern wollen. Die Flasche mit dem Bioethanol habe er mitgenommen, damit er die Tür aufmacht. “Es war nicht meine Absicht, zu töten“, versicherte er.

dpa

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