Krisentinterventionsteam in Südfrankreich

Absturz: Dieser Münchner steht Angehörigen vor Ort bei

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Dominik Hinzmann vom Münchner Kriseninterventionsteam.

München - Mit der ersten Lufthansa-Maschine nach Marseille starteten am Mittwoch früh vier Mitarbeiter des Münchner Kriseninterventionsteams vom Arbeiter-Samariter-Bund zum Absturzgebiet in den französischen Alpen.

Update vom 27. März 2015: Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat bereits auf die Germanwings-Katastrophe in den französischen Alpen reagiert. Künftig gelten im Cockpit neue Regeln. Verfolgen Sie die weiteren Entwicklungen aus Seyne-les-Alpes in unserem Ticker vom Freitag.

Hier lesen Sie die Entwicklungen in unserem Ticker vom Donnerstag nach.

Germanwings-Katastrophe: Münchner vor Ort in den französischen Alpen

Ihre Aufgabe: Den Angehörigen und Freunden der Opfer am Ort des Geschehens beizustehen.

Vom Flughafen aus wurden die Münchner Helfer im Bus rund 180 Kilometer über Land in eine Schule der 1400-Seelen-Gemeinde Seyne-les-Alpes am Fuße der Berge gefahren – seit Dienstag das Zentrum der Bergungsarbeiten. Von dort ist es nicht mehr weit bis zu der Absturzstelle des Airbus A320 im unwegsamen Hochgebirgs-Gelände.

„Es herrscht hier noch ein ziemliches Chaos und wir alle müssen uns erst mal orientieren“, berichtete Hinzmann der tz am Telefon. Gestern wimmelte es im Ort nur so von Staatsgästen und Offiziellen, die sich ein Bild machen wollten. Die meisten Angehörigen werden erst am heutigen Donnerstag mit Sonderflügen der Lufthansa und Germanwings aus Barcelona und Düsseldorf eintreffen. Einige jedoch haben sich schon auf eigene Faust nach Südfrankreich durchgeschlagen.

Germanwings-Katastrophe: Notfallseelsorger ebenfalls dabei

Dominik Hinzmann: „Wir haben einen Vater getroffen, dessen 16-jährige Tochter an Bord des Airbus war. Es ist sehr schwierig hier für ihn.“ Falls es nötig sein sollte, können in den nächsten Tagen sechs weitere KIT-Helfer in die Region aufbrechen. Auch ein Notfallseelsorger steht schon bereit.

Die Mitarbeiter des Münchner Kriseninterventionsdienstes sind seit 1994 im Einsatz. Es war das erste Projekt dieser Art und dient mittlerweile weltweit Hilfsorganisationen als Vorbild. Für den Einsatz in Südfrankreich wurden die Helfer vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) angefordert.

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