Stadt kann nicht helfen

Lauter Ärger: Geschäftsleute klagen über Lärm an Brienner Straße

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Nicht auszuhalten! Arzt Dr. Ludger Meyer berichtet über extremen Lärm an der Brienner Straße.

Es geht laut zu an der Brienner Straße - daran ist vor allem der Verkehr schuld. Für einige Geschäftsleute ist der Lärmpegel unerträglich. Doch Besserung ist nicht in Sicht.

München - Eigentlich ist es ja eine der edelsten Straßen Münchens - aber wenn’s ums Verhalten der Autofahrer geht, ist es auf der Brienner Straße (Maxvorstadt) mit dem Edelmut nicht weit her. Das berichten jedenfalls die Geschäftsleute, die hier ihre Läden und Arztpraxen haben. Sie beschweren sich über die Lärmbelastung, insbesondere über dauerndes Hupen.

Schönheitschirurg Dr. Ludger Meyer (55) von der Villa Bella sagt: „Die extreme Lautstärke stört sehr.“ Das gelte nicht nur für den Arzt selber, sondern auch für die Menschen, die er behandelt: „Die Patienten möchten sich nach dem Eingriff ein bis zwei Stunden lang erholen…“

Radl-Krieg auf der Brienner Straße: „Wir sind fassungslos“

KVR verweist auf die Polizei

Meyer hat sich schon ans Kreisverwaltungsreferat (KVR) gewandt - aber die Antwort der Stadt hilft ihm nicht. In dem Brief heißt es, die Verwaltung habe keine Möglichkeit, dem Hupen „im fließenden Verkehr zu begegnen. Die Ahndung derartiger Verstöße (…) liegt in der Zuständigkeit der Polizei“.

Das KVR hat aktuell keine Berechnungen der Lärmwerte an der Brienner Straße vorliegen, allerdings auch keine weiteren Beschwerden.

Auto an Auto: Die Lärmbelästigung an der Kreuzung Brienner Straße und Altstadtring ist für Anlieger kaum auszuhalten.

Hupen, Fahrgeräusche, Polizei und Krankenwagen

Dabei sagt auch Michael Frisch (46), Projektleiter von Dross & Schaffer Küchen: „Es ist extrem laut, vor allem zu Stoßzeiten.“ Und: „Es ist nicht nur das Hupen, sondern auch die Fahrgeräusche an sich. Und dann gibt’s noch Polizei und Krankenwagen - die rauschen hier 30 bis 40 Mal am Tag durch… Ich habe das Gefühl, dass es immer schlimmer wird.“

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Keine Klimaanlage wegen Denkmalschutz

Zusatzproblem für Chirurg Meyer: „Wir können wegen des Denkmalschutzes keine Klimaanlage einbauen. Also müssten wir im Sommer die Fenster öffnen - aber bei dieser Lautstärke…?“

Und es ist nicht bloß der Lärm! Wer rausgeht, sieht sich auf dem Fußweg oft genug mit Radl-Rambos konfrontiert… Darüber hatten sich Geschäftsleute schon vor Wochen beklagt. Edel? Naja…

Wladimir Kaseko

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