Rumäne vor Gericht

Das Geständnis der Sex-Bestie

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Grauer Baumwollpulli, blaue Stoffhose: In Haftkleidung wird Marius-George C. (28) in den Gerichtssaal geführt.

München - Es ist das Geständnis einer Sex-Bestie! Ein Rumäne hat am Freitag vor dem Landgericht zugegeben, drei Frauen überfallen zu haben. Er wollte sie zum Oralverkehr zwingen.

Sein breites Kreuz beugt sich immer weiter, bis auch der Kopf nach unten hängt. In dieser Pose verharrt Marius-George C. (28) minutenlang und spricht mit betretener Stimme – bis ihn plötzlich heftige Gefühle übermannen und er in Tränen ausbricht. „Ich kann mich nur dafür entschuldigen, was ich getan habe“, sagt er auf der Anklagebank des Landgerichts. „Ich hoffe, dass die Geschädigten das alles eines Tages überwinden können.“

Es ist das Geständnis einer Sex-Bestie! Im Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung, schwerer sexueller Nötigung und versuchter schwerer Vergewaltigung gab der Rumäne am Freitag zu, drei Frauen überfallen und misshandelt zu haben – um mit brutaler Gewalt Oral-Verkehr zu erzwingen!

Die Tat-Details sind der Albtraum jeder Frau. Am 24. Juni 2012 klingelt er gegen 20 Uhr bei Martha P. (24, alle Namen geändert) in Freiburg. Er simuliert zu ersticken, sie holt Wasser – so gelangt er in ihre Wohnung, schlägt sie im Hausflur nieder, würgt sie und tritt ihr mehrfach ins Gesicht. Als er seine Hose herunterlässt, kneift sie ihm fest in den Schritt. Und entkommt durchs Küchenfenster.

Johanna R. (26) überfällt der Sex-Täter am 2. Juni 2013 gegen 4 Uhr morgens in der Klenzestraße, als sie vom Filmcasino nach Hause läuft. Im Treppenhaus würgt er sie und schleift sie in den Kellerflur. Dort will er sie mit Faustschlägen gefügig machen und bedrängt sie brutal. Weil das Gerangel sehr laut ist, kriegt C. aber Angst und flüchtet.

Simone W. (45) passt er am 30. Juni 2013 nahe dem Max-Weber-Platz beim Joggen ab. Von hinten schlägt er sie im Lauf so fest auf den Kopf, dass ihre Haut bis zum Knochen aufplatzt. Obwohl sie stark blutet und schreit, drischt er weiter auf sie ein und setzt sich auf ihre Hüften. Als Passanten ihn sehen, haut er ab.

Mittels Handyüberwachung kann die Polizei den Sex-Täter schnappen. „Er hat nicht gedacht, dass die Situationen so eskalieren“, erklärt Verteidiger Stefan Korn. Marius-George C. droht jahrelange Haft. Trotz Geständnis werden die drei Opfer am 7. Oktober vor Gericht gegen ihn aussagen.

A. Thieme

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