Gestatten: Wotan, der Dackel vom Plakat

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Renate Platzöder plant mit ihrem Wotan eine große Dackelwanderung.

Wotan heißt der Dackel, den Zweibeiner zurzeit auf dem Plakat zum Münchner Stadtgeburtstag bestaunen können.

Wotan ist Spätaufsteher. Vor elf Uhr ist er selten auf den krummen Beinen. Am 6. September muss der achtjährige Dackel mal eine Ausnahme machen, denn an diesem Tag hat sein Frauchen Renate Platzöder eine Wanderung durch den Englischen Garten angesetzt. Treffpunkt 11 Uhr. Wotan wird’s verkraften, kann er sich doch auf die Gesellschaft Dutzender Artgenossen freuen. Der Dackel, Maskottchen unserer Olympischen Spiele 1972, marschiert zu Ehren des Stadtjubiläums durch den Park!

Seine 71-jährige Besitzerin hat lange in München gewohnt und hält noch immer Vorlesungen an der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität. Als Frau Doktor offiziell in den Ruhestand ging, erfüllte sie sich einen Kindheitswunsch: Ein eigener Dackel – so wie sie es aus ihrem Elternhaus in Ingolstadt gewohnt gewesen war.

Seither ist Wotan von Schlendrian ihr Begleiter. Die beiden haben den Jagdschein und waren auch schon auf der Pirsch, aber in letzter Zeit hat sich der Kurzhaar-Adelige mehr aufs Posieren verlegt. Als Hundemodel war er schon im Werbefernsehen. Und er ziert eins der ersten Plakate zum Stadtjubiläum.

Der Einsatz dafür war zeitraubend. Renate Platzöder verbrachte mit ihrem Star geschlagene sechs Stunden beim Fototermin am Monopteros, Wotan immer brav die Schnur mit dem Luftballon im Maul. Am Ende stimmte die Einstellung und sein Gesichtsausdruck, die Fotografen waren zufrieden. Und Wotan hatte sich 50 Euro verdient.

Die könnte er ja bei der Stadtgeburtstagsaktion zusammen mit seinen Freunden auf den Kopf hauen. Als Abschluss der Dackelwanderung ist nämlich die Einkehr ins Seehaus geplant, wo Besitzer und Hunde herzlich willkommen sind. Treffpunkt zur Wanderung der Münchner Dackelfreunde ist um 11 Uhr am Springbrunnen vor der Uni. Anmeldung unter Telefon 08179/54 16.

Quelle: tz

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