An den Bahnhöfen

Polizei nimmt Schläger fest

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An den Münchner Bahnhöfen kam es am Wochenende zu mehreren handfesten Auseinandersetzungen.

München - Die Bundespolizei musste am Wochenende mehrere Streithähne auseinander bringen. Die Gründe dafür sind teils kurios. 

Zoff wegen Sammelkarten

Wegen Sammelkarten bekamen sich am Samstagabend am Ostbahnhof drei Buben derart in die Haare, dass ein 15-Jähriger aus der Au seinem 14-jährigen Freund mit einem Fußball auf den Kopf schlug. Der 14-Jährige verletzte sich dabei: Er hatte eine Platzwunde am Kopf. Die Beamten der Bundespolizei riefen die Eltern der Sreithähne. Sie holten die Burschen ab.

Mann schlägt jüngeren Bruder

Ein Streit zwischen zwei Brüdern eskalierte am Sonntagabend am Bahnhof in Pasing. Der ältere von beiden, ein 22-jähriger Pole, schlug seinem 15-jährigen Bruder mit der Faust ins Gesicht. Anschließend rangelten die beiden, dabei brach sich der Kleinere auch noch einen Finger.

Die Beamten nahmen die Geschwister mit auf die Wache und stellten schnell fest, warum ihre Hemmschwelle so niedrig gewesen war. Der 22-Jährigen hatte 4,32 Promille Alkohol im Blut. Besonders erschreckend: Auch sein kleiner Bruder hatte gebechert. Sein Pegel lag bei 1,55 Promille. Er wurde anschließend in einer Klinik versorgt, der Ältere wurde nach Hause geschickt.

Ohrfeige wegen Beleidigung

Ebenfalls einen über den Durst getrunken hatten ein 46-Jähriger aus der Au und ein 59-jähriger Perlacher am Sonntag Spätnachmittag. Der 46-Jährige gab dem Älteren eine Ohrfeige, weil der ihn beleidigt hatte.

Nachdem die Beamten den Vorfall auf der Dienststelle aufgenommen hatten, duften die zwei Männer wieder gehen.

Lockere Zähne nach Prügelei

Weniger glimpflich ging ein Streit zwischen einem 25-jährigen Pasinger und einem 23-Jährigen aus Dachau am Samstagmorgen am Hauptbahnhof aus. Der Pasinger schlug dem jungen Mann aus Dachau mit der Faust ins Gesicht. Der blutete an der Unterlippe und klagte über lockere Zähne.

Nach ersten Ermittlungen soll der Pasinger den Dachauer beim Warten auf die S-Bahn angesprochen haben. Der fühlte sich davon provoziert und motzte den Pasinger an. Das reichte dem 25-Jährigen als Anlass zuzuschlagen.

Eine Ladeninhaberin rief daraufhin die Bundespolizei. Die nahm die beiden mit auf die Wache, ließt sie später aber wieder laufen.

Schläger entkommt

Entkommen konnte dagegen ein Unbekannter, der einem 32-Jährigen aus Neufahrn am Haltepunkt Hackerbrücke eine Kopfnuss gegeben hatte. Nach dem Kopfstoß am Samstag um 21.25 Uhr prügelte sich der Unbekannte mit dem 29-jährigen Begleiter des Geschädigten.

Der 32-Jährige erlitt eine Platzwunde und eine Nasenfraktur. Er wurde zur Behandlung in ein Krankhaus eingeliefert. Die Münchner Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und wertet die Videoaufzeichnungen aus.

Mit Bierflasche gedroht

Bei Drohungen beließ es ein 30-jähriger Iraker am Sonntagnachmittag am Pasinger Bahnhof. Er war mit einem 21-jährigen Bogenhausener aneinander geraten.

Als sich die Begleiter der beiden Männer einmischten, erhob der Iraker eine Bierflasche und war kurz davor, zuzuschlagen. Warum sich die Männer gestritten hatten, konnte die Polizei noch nicht herausfinden. mm

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