Gegen Missbrauch

Gewerkschaftler gehen für Reform der Leiharbeit auf die Straße

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Mehrere hundert Demonstranten demonstrieren mit Fahnen und Plakaten gegen Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen in München.

München - Für eine Reform von Werkverträgen und Leiharbeit haben mehrere tausend Gewerkschaftler aus ganz Deutschland am Samstag in München demonstriert.

Zu der Kundgebung hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) aufgerufen, um den Widerstand aus den Unionsparteien gegen ein Gesetzesvorhaben zur Reform der Leiharbeit anzuprangern. „Sie blockieren, stehen auf der Bremse und wollen dem Missbrauch offensichtlich weiterhin tatenlos zusehen“, kritisierte DGB-Chef Reiner Hoffmann. Er pochte auf eine schnelle gesetzliche Regelung, die für Leiharbeiter gleichen Lohn und eine Übernahmegarantie nach 18 Monaten Beschäftigung im Betrieb vorsieht.

Der Gesetzesentwurf von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) soll verhindern, dass Unternehmen Leiharbeit und Werkverträge missbrauchen. Die Koalition war sich darüber einig, bis die CSU die Pläne stoppte. Die Christsozialen kritisieren, Nahles schieße zulasten der Wirtschaft über das Ziel hinaus.

dpa

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