Meteorologen geben Antwort

Darum war der Knall so laut

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Am Himmel über München (Symbolbild) hat's am Dienstagmorgen gewaltig gekracht - und das Echo des Knalls ist nicht minder heftig.

München - Ein einfaches Gewitter - und doch ein großer Knall. Zumindest hallt das Donnerwetter vom Dienstagmorgen gewaltig nach. Die Frage, die sich stellt: Warum war der Donner derart laut?

Das Echo dieses Knalls hallte am Dienstag gewaltig nach: In sozialen Netzwerken, digitalen Medien oder im Hörfunk. Doch: Es war nur ein Gewitter – wenn auch ein besonders lautes. Im Netz jedenfalls wurde breit über den Donnerschlag diskutiert – teils mit hysterischer, teils mit ironischer Wortwahl. Twitter-Userin Veronika schrieb um 5.01 Uhr dagegen eher nüchtern unter dem rasch ins Leben gerufenen Hashtag #hellwach: „Was zum Teufel war das?“

Wetterexperten waren gefragt

Wetterexperten waren am Dienstag daher gefragte Gesprächspartner – und zum Teil erstaunt darüber. So sagt Corinna Borau von der Münchner Niederlassung des Deutschen Wetterdienstes: „Ich kann den Hype gar nicht verstehen.“ Es sei nicht mal ein sehr starkes Gewitter gewesen, sagt sie. Die Meteorologin selbst wohnt in Riem im Münchner Osten und habe den Donner auch mitbekommen, wie sie erzählt.

Gegen 4.20 Uhr hätten die ersten Blitze im Osten gezuckt. Später, so gegen 4.50 Uhr, sei das südliche Stadtgebiet betroffen gewesen. Ein besonders heftiger Donnerschlag war im Bereich Gärtnerplatz- und Glockenbachviertel zu vernehmen. Corinna Borau: „Je nach Nähe zum Gewitterereignis hört man es intensiver.“

Gewitter: Darum war der Knall so laut

Die durch Blitze stark erwärmte Luft dehnt sich bei einem Gewitter explosionsartig aus, was als Donner zu hören ist. Der Knall sei in diesem Fall auch wegen der Inversionswetterlage (obere Luftschichten sind wärmer als die unteren) und wegen der feuchten Luft extrem laut gewesen, erklärt Marco Manitta vom Deutschen Wetterdienst.

Der Schall reflektiere dann stärker. Zudem: „Früh morgens gibt es kaum Nebengeräusche.“ Bis zu 130 Dezibel Lärm kann ein Donner verursachen. Zum Vergleich: Ein Düsenjäger, der die Schallmauer durchbricht, erreicht ebenfalls 130 Dezibel.

Klaus Vick

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