Konkurrenz für die Bahn

Gibt es bald einen neuen S-Bahn-Betreiber?

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Bleiben die S-Bahn-Züge rot?

München - Wird die Deutsche Bahn auch in Zukunft allein das Münchner S-Bahn-Netz bedienen? Oder muss sich das Unternehmen den Auftrag ab 2018 mit der Konkurrenz teilen?

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) stellt das zumindest in Frage. Die Gesellschaft gab am Mittwoch bekannt, dass jetzt die Neuvergabe der Münchner S-Bahn eingeleitet wird – das geschieht per Vorinformation im Amtsblatt der Europäischen Union. Das heißt: Ab 2015 können sich neben der Deutschen Bahn europaweit auch andere Beförderungsunternehmen für das Münchner Netz bewerben.

Zum Beispiel die Firma Veolia, die mit blau-weißen Waggons im Oberland und rund um Augsburg unterwegs ist. „Im Moment erarbeiten wir die Richtlinien für die Bewerber“, sagt BEG-Pressesprecherin Sandra Höldl. Denkbar ist auch, dass die verschiedenen S-Bahn-Linien auf mehrere Bewerber aufgeteilt werden.

Um herauszufinden, welche Auswirkungen das auf das komplexe System haben könnte, hat die BEG sich die drei Unternehmen BPV Consult, Ernst Basler & Partner sowie Molinari Rail ins Boot geholt. Sie sollen bei der Vergabe helfen. Ab dem Jahr 2018 soll dann der neue Vertrag laufen.

„Unser Fokus liegt dabei auf der Sicherstellung der notwendigen Betriebsstabilität und der qualitativen Weiterentwicklung des Angebots für Fahrgäste“, so BEG-Geschäftsführer Johann Niggl.

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jor

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