Gierige Hausverwalter verurteilt

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Setzten sich inzwischen in Österreich zur Ruhe: ­Mathilde und Peter W. gestanden alles und kamen mit einem blauen Auge davon

München - Von Handwerkern und Lieferanten kassierte eine Ehepaar rund 250 000 Euro Schmiergeld. Die überhöhten Preise wälzten sie auf die Eigentümer ab: Prozess!

Sie bereicherten sich auf Kosten von Wohnungseigentümern: Mathilde W. (65) und ihr Ehemann Peter (71) besaßen eine Hausverwaltungsfirma, die 68 Wohnanlagen in München und Umgebung betreute. Von Handwerkern und Lieferanten kassierten die Eheleute rund 250 000 Euro Schmiergeld. Die überhöhten Preise wälzten sie auf die Eigentümer ab: Prozess!

Staatsanwalt Markus Koppenleitner legte den ­Eheleuten Untreue und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr zur Last. Egal, ob bröselnder Beton saniert, Treppenhäuser geweißelt, die Heizung gewartet oder neue Fenster montiert werden mussten: Mathilde und Peter W. verlangten von den Handwerkern immer Geld fürs Privatkonto. Bei Heizöl-Lieferungen bekam nicht der billigste Bieter den Auftrag, sondern jener, der das meiste Schmiergeld zahlte. Die Angeklagten gaben vor Gericht alles zu. Urteil: Zwei Jahre Haft auf Bewährung für jeden und 23 400 Euro Geldstrafe.

E. Unfried

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