Gewerkschaft verdi reagierte empört

Giesecke & Devrient streicht 630 Stellen in München

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Das undatierte Werksfoto des Konzerns Giesecke & Devrient in München zeigt einen Mitarbeiter des Unternehmens bei der Qualitätskontrolle von Druckbögen mit Zehn-Euro-Scheinen.

München - Scharfer Wettbewerb, Überkapazitäten im Markt und Preisdruck: Der Banknotendrucker Giesecke & Devrient will in München 630 Stellen streichen.

Der Druckstandort München solle nächstes Jahr geschlossen, das Dienstleistungszentrum an einen günstigeren Standort in Deutschland verlagert und die Produktion für Banknotensicherheits-Systeme von München nach Louisenthal am Tegernsee verlegt werden, teilte Giesecke & Devrient am Donnerstag mit. Zudem solle die Verwaltung verschlankt werden.

Scharfer Wettbewerb, Überkapazitäten im Markt und Preisdruck zwängen das Unternehmen, die Kosten zu senken. Bis Ende 2016 sollten mindestens 100 Millionen Euro eingespart werden. Im Ausland würden weitere 300 Arbeitsplätze abgebaut.

Die Gewerkschaft verdi reagierte empört. „Wir sehen es als unsoziales Verhalten, eine derartige einschneidende Maßnahme zu beschließen und kurz vor Weihnachten den Betroffenen auf den Gabentisch zu legen“, sagte Karl-Heinz Kaschel-Arnold von verdi Bayern am Abend. Auch der Betriebsrat sei völlig überrascht worden. Die Geschäftsleitung habe ihre Informations- und Beratungspflicht grob verletzt.

dpa

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