Steg für Fußgänger und Radler

Giesinger Berg: Stadtrat will weitere Varianten für Brücke - auch eine in Y-Form

Der Blick auf den Giesinger Berg hinauf mit einer Brücke für Radfahrer und Fußgänger.
+
So stellen sich Architekten den Steg über den Giesinger Berg vor.

Für die Rad- und Fußwegbrücke am Giesinger Berg soll die Stadt eine Variante in einer Y-Form prüfen. Das haben SPD und Grüne gestern erfolgreich im Bauausschuss beantragt.

Wie berichtet, gibt es derzeit zwei Varianten für das Projekt, das seit fast 20 Jahren in der Warteschleife befindet. Der Ursprungsentwurf der Architekten „kundp“ hat Vorteile beim Naturschutz, der Entwurf der Stadt wird in Sachen Denkmalschutz besser bewertet. Da beide Aspekte nicht gegeneinander abgewogen werden sollen, will die Stadt mindestens fünf Planungsteams mit weiteren Varianten beauftragen. Diese sollen bis Mitte kommenden Jahres vorliegen.

Dabei sei eine Brücke mit fünf Metern Breite ebenso zu prüfen wie ein Bauwerk, das an der Terrassenstützmauer ansetzt und zwei Arme in Form einer Y-Brücke ausbildet. Dadurch würde laut Grünen und SPD zum einen der Weg zum Giesinger Bräustüberl erschlossen und zum anderen eine Strecke zur Grund- und Mittelschule an der Ichostraße entstehen.

„Die Situation am Giesinger Berg muss sich ändern“, sagt SPD-Stadtrat Andreas Schuster. „Eine Brücke für den Fuß- und Radverkehr schafft dort Sicherheit. Sie ist ein wichtiger Bestandteil für eine durchgängige Radverbindung vom Münchner Osten bis zu den Isarauen im Süden. Und wenn wir sie in Y-Form umsetzen können, setzen wir an dieser Stelle ein architektonisches Highlight, das praktisch zugleich ist und Eingriffe in den Baumbestand minimiert.“

Die Brücke über den Giesinger Berg werde die einzige Lücke der sonst hervorragenden Fuß- und Radverkehrsverbindung entlang der Isarhangkante zwischen der südlichen Stadtgrenze und dem Gasteig schließen, sagt Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher. „Er wäre also von großem Nutzen. Leider gibt es gegen die bisherigen Pläne sowohl von denkmalschutzrechtlicher Seite als auch von der Unteren Naturschutzbehörde Einwände. Wir wollen vor allem den Eingriff in den Baumbestand auf das absolut Unumgängliche begrenzen.“

Auch interessant

Kommentare