Rollstuhlfahrer (56) stirbt nach Fahrt im Bus

München - Tragischer Unfall in Bogenhausen: Ein Mann, der an der sogenannten Glasknochen-Krankheit leidet, ist mit seinem Rollstuhl in einem Bus umgekippt. Er starb an den Folgen eines Schädelbruchs.

Er hatte die gefürchtete Glasknochenkrankheit und saß im Rollstuhl. Doch das hinderte den Bürokaufmann Werner H. (56) nie daran, sein Leben mit Humor und Gelassenheit zu meistern. Ein Sturz im Linienbus jedoch riss den Familienvater völlig unerwartet aus dem Leben.

Mit seiner Frau war Werner H. am Dienstagabend am Bogenhausener Krankenhaus in den Bus (Linie 84) gestiegen. Er fuhr auf die Freifläche für Rollstuhlfahrer und zog die Handbremse an. Laut Sicherheitsvorschrift hätte sein Rollstuhl entgegen der Fahrtrichtung abgestellt werden sollen. Doch Werner H. wollte offenbar lieber nach vorn schauen. Als der Bus anfuhr, kippte der Rollstuhl nach hinten weg. Werner H. schlug mit dem Hinterkopf auf eine der Stangen, die in 50 Zentimeter Höhe angebracht sind. Er erlitt schwerste Brüche der Schädelknochen, verlor sofort das Bewusstsein und starb am selben Abend in der Klinik.

Seine Frau wurde psychologisch betreut. Und auch die Vereinsmitglieder des USC München Rollstuhlsport e.V. sind untröstlich: Sie haben mit Werner H. ihren Kassier verloren.

dop./jam.

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