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Glatteis: Starnberger landet in Bach

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Alling - Seine nicht angepasste Geschwindigkeit endete für einen Inninger in Alling auf einem ganz besonderen Parkplatz. Er landete im Starzelbach und konnte erst durch die Rettungskräfte befreit werden.

Zwar mit Winterreifen, dafür viel zu schnell ist ein 53-jähriger Inninger in Alling unterwegs gewesen. In Richtung Gilching fahrend, kam er kurz nach 9 Uhr in der Hoflacher-/ Ecke Griesstraße auf schnee- und matschbedecktem Grund ins Schleudern. Er rutschte in den Anhänger eines entgegenkommenden Lastzuges und wurde von diesem zurück auf seine Fahrbahnseite und über das Bankette hinweg in den etwa halben Meter tiefen Starzelbach geschoben.

Zu allem Überfluss blieb er dort mit seinem Opel auf der Beifahrerseite liegen. Dadurch konnte der 53-Jährige nicht ohne fremde Hilfe aus seinem Auto aussteigen. Erst die herbeigerufenen Feuerwehrleute aus Alling, Gilching und Eichenau konnten den Mann schließlich aus seinem kalten Gefängnis befreien. Laut Polizei scheint er mit dem Schrecken davongekommen zu sein, wurde aber vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Schwieriger gestaltete sich die Bergung des Opels. Zwei Feuerwehrleute mussten wohl oder übel in den eiskalten Bach steigen und mit bloßen Händen die Seile eines ADAC-Abschleppers um die Felgen legen. Dabei erwischten sie zunächst allerdings nur die Radkappen. Nach einem kurzen Ruck sank das Auto unter den Augen zahlreicher Schaulustiger zurück in den Bach. Beim zweiten Versuch drohte der Abschleppwagen zu kippen: Das Auto war durch das eingedrungene Wasser schlicht zu schwer. Erst bei geöffneten Türen konnte das verunfallte Auto schließlich auf den Abschleppwagen gehoben werden. An dem Opel entstand Totalschaden in Höhe von etwa 3000 Euro. An dem beteiligten Lastzug entstand kein Schaden.

Da geringe Mengen Betriebsstoffe ausgelaufen sind, errichtete die Feuerwehr einige hundert Meter bachabwärts eine Ölsperre. Allerdings sei „fast nichts“ in den Bach gelaufen, meinte ein beteiligter Feuerwehrmann.

Marco Litzlbauer

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