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Strecke München–Augsburg: Britisches Unternehmen ersetzt Deutsche Bahn - Go-Ahead mit Rumpel-Start

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Von: Dirk Walter

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Go-Ahead fährt mit blau-weißen Triebzügen.
Go-Ahead fährt mit blau-weißen Triebzügen. © Go-Ahead/Karg

Auf der Strecke München–Augsburg fährt seit Neuestem das britische Unternehmen Go-Ahead. Der Start verlief nicht reibungslos.

München – Zum Fahrplanwechsel wechselte auch der Zugbetreiber: Statt der Deutschen Bahn mit ihrem „Fuggerexpress“ fährt seit Sonntag das britische Unternehmen Go-Ahead auf der Strecke München–Augsburg mit Weiterführung Richtung Ulm und Donauwörth. Doch es war eher ein Rumpelstart, den der Neuling auf bayerischen Zugschienen da hingelegt hat. Das Unternehmen räumt das selbst ein.

Go-Ahead legt Fehlstart in Bayern hin

Fahrzeugstörungen, unerfahrene Lokführer, Märchen-erzählende Fahrgastinformationen – ein ganzes Bündel an Problemen begleitete den Start am Sonntag, sagt Sprecher Winfried Karg. Ohnehin plagt das Unternehmen Fachkräftemangel – auf einer Nebenstrecke, der Riesbahn, gibt es vorläufig nur einen Stundentakt, zudem muss die Deutsche Bahn mit Fahrzeugen aushelfen. Trotzdem gab es auch gestern quer durchs Netz viele Verspätungen.

Auf den Hauptstrecken bereitet vor allem das Kuppeln und Flügeln noch Probleme: Bei Augsburg werden Zugteile an- und abgekoppelt. Das klappt nur bedingt gut, räumt Karg ein. Viele Lokführer, die gerade erst angefangen haben, seien noch etwas ungeübt. „Unsere Aufgabe war die größte Betriebsaufnahme in diesem Jahr in Bayern, da müssen sich noch Abläufe einspielen. Wir werden bald Routine haben“, sagt Go-Ahead-Chef Fabian Amini.

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Rückendeckung holt sich Go-Ahead auch vom Freistaat. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft hat den Betriebsstart begleitet. „Go-Ahead hat alles getan, was sie tun könnten“, sagt Geschäftsführer Thomas Prechtel. „Sie haben das gut gemeistert.“

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