Stadt übernimmt Vorschläge

Goldgrund: Flüchtlings-Einsatz made in München

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Dieser Entwurf eines Neubaus war die Idee von Goldgrund. Er soll jetzt verwirklicht werden.

München - Aktiv für Flüchtlinge: Die Münchner Initiative Goldgrund setzt sich dafür ein, verfolgten Ausländern Wohnraum in der Stadt zu verschaffen. Erste Erfolge sind zu verzeichnen.

Goldgrund wirkt… Seit Jahren machen die Aktivisten der Satire-Aktion um Kleinkunst-König Till Hofmann auf sich aufmerksam: Sie retteten zwei städtische Häuser in der Müllerstraße vor dem Abriss, jetzt ziehen dort bald Flüchtlinge ein. Auch in der Pilotystraße stieß Goldgrund die Sanierung eines städtischen Leerstandshauses an.

Einer der Vorschläge, um den Abriss an der Müllerstraße zu verhindern war es, auf der anderen Straßenseite an der Ecke zur Corneliusstraße neuen Wohnraum zu schaffen. Denn der Grund für den geplanten Abriss war, dass die Stadt bezahlbaren Wohnraum schaffen wollte. Der Vorschlag, den es 2011 auch im Bezirksausschuss gab, soll bald per Bebauungsplan beschlossen werden.

43 Jugendliche wohnen bis 2020 in Pestalozzistraße

Wohnraum in der Pestalozzistraße.

Auch in der Pestalozzistraße kämpfte Goldgrund gegen den Abriss eines städtischen Leerstands-Hauses. Auch hier wollten die Aktivisten Flüchtlinge unterbringen. Zunächst setzte sich Goldgrund zwar nicht durch, der Bau wurde vorigen Winter abgerissen. Doch jetzt entsteht dort ein Heim für minderjährige Flüchtlinge.

Die aus Fertigteilen errichtete Unterkunft steht schon im Rohbau, Anfang 2016 ziehen dort 43 Jugendliche ein – sie bleiben bis Ende 2020. Dann soll hier ein Wohnhaus mit bezahlbaren Mieten entstehen. Goldgrund-Sprecher Grisi Ganzer freut sich, dass seine Vorschläge umgesetzt werden: „Wir verstehen bloß nicht, wieso man nicht einfach das alte Haus an der Pestalozzistraße umgebaut hat…“

Johannes Welte

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